Vorarlberger Landesverwaltung wird ab 2019 klimaneutral

Bregenz (APA) - Die Vorarlberger Landesverwaltung will sich ab 2019 klimaneutral organisieren. In den nächsten Jahren wird der CO2-Ausstoß i...

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Bregenz (APA) - Die Vorarlberger Landesverwaltung will sich ab 2019 klimaneutral organisieren. In den nächsten Jahren wird der CO2-Ausstoß in der Landesverwaltung minimiert, nicht vermeidbare Emissionen werden durch Zahlungen in Energieautonomie-Projekte ausgeglichen. „Vorarlberg war in Sachen Energieautonomie Pionier, jetzt wollen wir erneut die Spitzenposition einnehmen“, so Landesrat Christian Gantner (ÖVP).

Vorarlberg hat sich bereits 2009 zur Energieautonomie bis 2050 bekannt. Der nun beabsichtigte Schritt in der Landesverwaltung - das Projekt trägt den Titel „MissionZeroV“ - soll ein Baustein zur Erreichung des Ziels sein. Im Zeitraum von 2005 bis 2016 wurden die CO2-Emissionen in der Landesverwaltung um rund 20 Prozent bzw. um 1.600 Tonnen Kohlendioxid gesenkt. Gelungen ist das unter anderem durch den Ausbau des Anteils erneuerbarer Energien von 32,8 auf 63,5 Prozent.

Wie Energielandesrat Gantner sowie alle Energiesprecher der Landtagsfraktionen (ÖVP, Grüne, FPÖ, SPÖ, NEOS) am Mittwoch erklärten, sollen nun bis 2040 die CO2-Emissionen im eigenen Wirkungsbereich ganz vermieden werden. Das betrifft die 59 Landesgebäude ebenso wie den Fahrzeugpool des Landes sowie die Dienstreisen des Amts der Vorarlberger Landesregierung. Konkret ist unter anderem vorgesehen, bis 2020 alle in den Landesgebäuden bestehenden Ölkessel zu ersetzen, die Häuser bis 2030 thermisch zu sanieren und auch den gesamten landeseigenen Strombedarf zu 100 Prozent mit Strom aus erneuerbaren Quellen zu decken.

Für den Fahrzeugpool ist vorgesehen, bis 2040 den gesamten Energiebedarf mit erneuerbaren Energien zu bestreiten. Schon im kommenden Jahr werde im Fuhrpark des Landes (aktuell 166 Fahrzeuge) die Marke von mehr als 40 Elektro-Pkw überschritten werden, hieß es.

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Für CO2-Emissionen, die sich derzeit nicht vermeiden lassen, will das Land ab 2019 Kompensationszahlungen leisten. Diese Gelder werden in Energieautonomie-Projekte fließen. Für 2019 sind dafür bis zu 150.000 Euro budgetiert, als erstes Projekt werden damit 40 Fotovoltaikanlagen gefördert, die auf Dächern von Kindergärten gebaut werden. Ein detaillierter Maßnahmenplan - der dann auch die Gesamtkosten des Projekts enthalten soll - werde Anfang 2019 vorgelegt, versprach Gantner.


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