Biathlon: IBU-Vize Hamza: Drohungen von russischen Offiziellen

Prag (APA/AFP) - Russische Offizielle hätten die neue Führung des Biathlon-Weltverbandes bedroht, damit sich diese nicht in die Doping-Angel...

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Prag (APA/AFP) - Russische Offizielle hätten die neue Führung des Biathlon-Weltverbandes bedroht, damit sich diese nicht in die Doping-Angelegenheiten des Landes einmische, sagte IBU-Vizepräsident Jiri Hamza der tschechischen Zeitung Lidove Noviny (Mittwoch). „Gewisse russische Offizielle haben uns gedroht, auch unseren Familien. Sie wollten uns zum Schweigen bringen“, erklärte der Tscheche gegenüber der Zeitung.

Das sei eine schwierige Zeit gewesen, meinte Hamza. „Aber ich bin glücklich, dass wir nicht aufgegeben haben.“ Der Biathlon-Weltverband steht im Mittelpunkt eines großen Dopingskandals um russische Athleten, deren Verband und die frühere IBU-Spitze.

Ex-IBU-Chef Anders Besseberg steht im Verdacht, gegen Bestechungsgeld russische Dopingfälle unter den Teppich gekehrt zu haben. Der Norweger hat dies vehement zurückgewiesen. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft in Österreich ermittelt wegen des IBU-Sitzes in Salzburg seit einer dort durchgeführten Razzia im heurigen April gegen zwölf Personen. Gegen zwei von ihnen wegen Korruptionsvorwürfen.

Im September wurde der Schwede Olle Dahlin zum neuen IBU-Präsidenten gewählt. Dann kam auch Bewegung in den Skandal um russische Athleten. Ende November leitete die IBU Verfahren gegen die Olympiasieger Jewgeni Ustjugow und Swetlana Slepzowa wegen des Verstoßes gegen die Anti-Doping-Regeln ein.

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