US-Turnverband meldet Insolvenz nach Missbrauchsskandal an

Der Insolvenzantrag sei die beste Option, um die Ansprüche der zahlreichen Missbrauchsopfer von Ex-Teamarzt Larry Nassar, schnellstmöglich zu bedienen.

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Ausnahme-Turnerin Simone Biles zählte zu den Opfern des ehemaligen Verbands-Teamarztes Larry Nassar.
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Indianapolis – Der US-Turnverband stellte infolge des Missbrauchsskandals um den ehemaligen Verbands-Teamarzt Larry Nassar einen Insolvenzantrag. Dies teilte USA Gymnastics am Mittwoch (Ortszeit) mit. Der Verband erklärte, der Insolvenzantrag sei die beste Option, um die Ansprüche der Missbrauchsopfer, die zivilrechtliche Schritte gegen den US-Turnverband eingeleitet hatten, schnellstmöglich zu bedienen.

„Wir schulden es den Opfern ihre Ansprüche aufgrund der schrecklichen Taten der Vergangenheit vollständig und endgültig zum Abschluss zu bringen“, sagte USA Gymnastics-Vorstandsmitglied Kathryn Carson. „Unser Sport ist dank des Mutes dieser Frauen sicherer und stärker. Der Insolvenzantrag und die beschleunigte Abwicklung dieser Ansprüche sind die ersten wichtigen Schritte, um das Vertrauen der Gemeinschaft zurückzugewinnen.“

Erst im vergangenen Monat hatte das Nationale Olympische Komitee der Vereinigten Staaten (USOC) die nötigen Schritte eingeleitet, um dem US-Turnverband seinen Status als nationale Dachorganisation abzuerkennen. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus.

Nassar wurde in insgesamt drei Urteilen für den Missbrauch teils minderjähriger Opfer zu bis zu 175 Jahren Haft verurteilt. Er hatte sich in den Verfahren schuldig bekannt, mehrere Mädchen sexuell misshandelt zu haben. Insgesamt waren Anzeigen Hunderter Turnerinnen und ihrer Eltern gegen ihn eingegangen, darunter von den Olympiasiegerinnen Alexandra Raisman, McKayla Maroney und Simone Biles. (APA)

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