Krisen-Konzern Steinhoff verschiebt Bilanzvorlage neuerlich

Sandton/Amsterdam (APA/Reuters/dpa) - Der in der Sanierung steckende Möbelkonzern Steinhoff verschiebt die Bilanzvorlage neuerlich und will ...

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Sandton/Amsterdam (APA/Reuters/dpa) - Der in der Sanierung steckende Möbelkonzern Steinhoff verschiebt die Bilanzvorlage neuerlich und will seine testierten Geschäftsberichte für 2017 und 2018 bis Mitte April vorlegen. Wegen Verzögerungen im Prüfungsprozess sei es nicht möglich wie geplant Ende Jänner zu veröffentlichen, teilte Steinhoff, früher einmal Eigentümerin der österreichischen Möbelhäuser kika und Leiner am Donnerstag mit.

Die Untersuchungen der Wirtschaftsprüfer von PricewaterhouseCoopers (PwC) seien voraussichtlich Ende Februar abgeschlossen.

Der Bilanzskandal hatte Steinhoff schwer erschüttert. In verschiedenen Ländern wird gegen die an den Börsen in Frankfurt und Johannesburg (Südafrika) gelistete Gruppe mit Wurzeln im deutschen Westerstede ermittelt. Seit der Ankündigung der Bilanzunregelmäßigkeiten vor einem Jahr wurden 96 Prozent des Börsenwertes vernichtet. Das Papier ist nunmehr ein Pennystock und kostete zum Börsenschluss am Dienstag 11,49 Euro-Cent.

Das hochverschuldete Unternehmen hat bereits Vermögenswerte in Milliardenhöhe abgeschrieben. Zu Steinhoff gehören mehr als 40 Marken, darunter Conforama, Mattress Firm und Poundland. Von der deutschen Billigmöbelkette Poco und den österreichischen Möbelhäusern kika und Leiner hat sich Steinhoff schon getrennt. kika/Leiner ging an die Signa-Gruppe des Tiroler Immobilieninvestors Rene Benko. Poco wurde vom österreichischen Möbelhändler XXXLutz übernommen.

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~ ISIN NL0011375019 WEB http://www.steinhoffinternational.com/ ~ APA057 2018-12-06/08:21


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