Helfen, wo andere Menschen Hilfe brauchen

Als Betreuer in einem Wohnhaus der gemeinnützigen GmbH W.I.R. hilft Manuel Miller Menschen mit Behinderung, ihren Alltag selbstbestimmt zu meistern.

  • Artikel
  • Diskussion
Behindertenbetreuer Manuel Miller verbringt den Alltag mit seinen Klientinnen, dabei spielt er auch mit Manuela Spingetti „Mensch ärgere dich nicht“.
© Vanessa Rachle / TT

Von Natascha Mair

Innsbruck, Hall –Seinen Dienst startet Manuel Miller gewöhnlich um sieben Uhr. Wenn der Fachsozialbetreuer ins Haus kommt, dann hat der Nachtdienst einigen Bewohnern, sofern nötig, schon beim Aufstehen und der Morgenpflege geholfen. Die übrigen Bewohner holt Miller dann nach und nach aus den Federn und bereitet mit ihnen gemeinsam ihr Frühstück zu. Jenen, die schwere Behinderungen haben, gibt er ihr Essen ein. „Im Grunde bin ich dafür da, den Bewohnern bei der Bewältigung ihres Alltags zu helfen. Einige können so gut wie alles allein meistern, andere brauchen Hilfe, etwa beim Aufstehen, Waschen und Essen. In jedem Fall aber sollen sie selbstbestimmt leben“, erklärt Miller, der Menschen mit Behinderung in einem Wohnhaus von W.I.R. in Hall betreut. Nach dem Frühstück beginnt das Vormittagsprogramm. „Die Tagesgestaltung bei uns im Haus ist klientenbezogen. Je nachdem, auf was die Klienten Lust haben, gehen wir zusammen spazieren oder Kaffee trinken, spielen Karten, malen oder musizieren“, erzählt Miller.

Es komme natürlich auch darauf an, was die jeweiligen Bewohner körperlich und geistig zu tun in der Lage seien, erklärt der ausgebildete Behindertenbetreuer. „Manche der Bewohner gehen arbeiten und gestalten ihren Tag auch ansonsten selbstständig“, sagt Miller. Mittags werde für die Bewohner gekocht, wobei einige auch helfen würden.

Miller ist den ganzen Tag im Heim und hilft bei allem, was im Alltag schwierig ist.
© Vanessa Rachle / TT

„Nachmittags gehen wir zurzeit oft gemeinsam auf den Christkindlmarkt oder machen andere Ausflüge, zum Beispiel ins Kino oder zum Alpakawandern“, erzählt der 31-Jährige von seiner Arbeit. Nach acht Stunden geht Miller nach Hause. Oft hat er aber auch längere oder Nachtdienste. Zu den Aufgaben im Nachtdienst gehört es, den Klienten umzulagern, sofern erforderlich. Außerdem werden die jeweiligen Medikamente für die Nacht verteilt, erklärt Miller.

„Mir gefällt es, dass ich verschiedene Dienste habe, so kann ich auch in meinem alltäglichen Leben flexibler sein“, schildert Miller eine der positiven Seiten seines Jobs. Natürlich könne sein Job aber auch recht nervenaufreibend sein, sagt Miller. „Es kann gelegentlich schon mal etwas lauter werden im Haus und ständig will jemand was von dir, aber dafür bin ich ja da“, grinst er verschmitzt. „Generell habe ich viel individuellen Spielraum und kann meinen Klienten wesentlich mehr als nur Pflege bieten, wir haben echt ein gutes Programm und Angebot für die Bewohner“, sagt Miller.

E-Bike und 10 x € 300,- Sportgutscheine gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren. Der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.


Kommentieren


Schlagworte