Hochwasser in Kärnten: Stauraumabsenkung verhinderte Schlimmeres

Klagenfurt (APA) - Nach dem verheerenden Unwetter mit Sturm und Hochwasser in Kärnten Ende Oktober hat auch der hydrografische Dienst Kärnte...

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Klagenfurt (APA) - Nach dem verheerenden Unwetter mit Sturm und Hochwasser in Kärnten Ende Oktober hat auch der hydrografische Dienst Kärnten seine Schlüsse aus den Notfallmaßnahmen gezogen. Wie Johannes Moser, der Leiter des hydrografischen Dienstes, im Gespräch mit der APA sagte, hätten zahlreiche Faktoren eine Überflutung der Gemeinde Lavamünd an der Drau verhindert.

So sei vor allem das rechtzeitige tiefere Absenken des Pegels des Drau-Stausees Edling flussaufwärts entscheidend gewesen: „Dadurch, dass der Pegel auf 4,5 Meter abgesenkt wurde, konnte man die Hochwasserwelle abfangen und das Wasser zurückhalten“, erklärte Moser. Er schätzt, dass die Durchflussmenge am Höhepunkt des Hochwasser bei 1.950 Kubikmetern Wasser pro Sekunde gelegen hätte - mit dem Staubecken als Puffer konnte man diese Menge aber auf 1.600 Kubikmeter drosseln. Zum Vergleich: Der normale Mittelwasserabfluss der Drau bei Lavamünd liegt bei etwa 300 Kubikmetern pro Sekunde.

Entscheidend waren aber auch die zahlreichen Rückhaltebereiche entlang der hochwasserführenden Gail gewesen. „Etwa am Presseggersee, weiter flussabwärts am Feistritzer Moos - da wird das Wasser gedämpft und rückgehalten.“ Diese Wirkung sei auch wesentlicher gewesen, als der Bereich in der Ortschaft Rattendorf, der nach einem Dammbruch überflutet wurde, ist sich Moser sicher: „Natürlich hatte das eine geringfügige Dämpfung, aber das steht in keiner Relation. Die eigentliche Wirkung ist von den dafür vorgesehenen Rückhaltebecken ausgegangen.“

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