Touristiker glänzen in Kitzbühel mit Abwesenheit

Der „Tourismus Hoangascht“ des TVB Kitzbühel wird nur mäßig angenommen und das trotz hochkarätiger Vorträge.

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Die Ränge waren beim jüngsten „Tourismus Hoangascht“ des Kitzbühel Tourismus wieder einmal schwach gefüllt.
© Angerer Harald

Von Harald Angerer

Kitzbühel –Es ist schon ein gewohnter Blick in die dünn besetzten Ränge. Auch beim letzten „Tourismus Hoangascht“ des TVB Kitzbühel war der Andrang gelinde gesagt mäßig. Die Kitzbüheler Touristiker glänzen mit Abwesenheit und das trotz wirklich hochkarätiger Vorträge, dieses Mal von Isabell­a Dschulnigg-Geiss­ler und Christian Geissler, Geschäftsführer und Eigentümer des Saalbacher Hofs. Mit ihrem Projekt „Dreamwork“ haben sie einen starken Fokus auf die Zufriedenheit der Mitarbeiter gelegt. Ein Thema, das den Touristikern nicht nur vor der Saison unter den Nägel­n brennt.

Offensichtlich aber nicht genug, denn ohne die Mitarbeiter des Kitzbühel Tourismus und der Bergbahn waren es nicht mal zehn Zuhörer. „Gerade das Thema Mitarbeit ist im Tourismus ein großes, es ist schade, dass so wenige daran Interesse zeigen“, gab sich nach der Veranstaltung Präsidentin Signe Reisc­h enttäuscht, hatte sie den Hoan­gascht doch heuer wieder ins Leben gerufen, nachdem in der vergangenen Periode immer wieder die Forderung nach der Wiedereinführung des ehemaligen Tourismusstammtisches gekommen war. Alle zwei Monate gibt es nun diese Vorträge, mit einem Update aus dem TVB und der Möglichkeit zur Diskussion danach. Doch angenommen wird das Angebot kaum.

„Wir werden aber auf jeden Fall daran festhalten. Aber für Verbesserungsvorschläge sind wir natürlich immer offen“, betont Reisch. Kritik gibt es unter anderem daran, dass zu wenig Diskussion bei dem Hoangascht wäre. Das sei früher beim Stammtisch mehr möglich gewesen. „Das kann ich nicht verstehen. Es ist immer so geplant, dass nach den Vorträgen mindestens noch eine Stunde Zeit für Diskussion bleibt“, sagt die Präsidentin. Auch seien immer alle wichtigen Ansprechpersonen vor Ort, wie eben sie selbst, der Aufsichtsratsvorsitzende, ein weiterer Vorstand, ein Teil der TVB-Mitarbeiter und die Geschäftsführerin – „auch wir nehmen uns die Zeit dafür“, sagt Reisch.

Die Termine für die nächsten beiden „Tourismus Hoangascht“ stehen mit dem 6. Februar und dem 3. April schon fest.

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