Lebenshilfe Kufstein spendete zwei Millionen Euro

Förderverein der Lebenshilfe im Bezirk Kufstein blickte auf 30 Jahre Arbeit zurück.

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Von Wolfgang Otter

Kufstein, Wörgl –Die Geschichte der Lebenshilfe im Bezirk Kufstein begann mit einer kleinen Wohnung in Wörgl, in der man sich um einige Menschen mit besonderen Bedürfnissen kümmerte. Fast 40 Jahre später werden mit 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern 137 Familien im Rahmen der Frühförderung und Familienbegleitung sowie Freizeitassistenz und Familienentlastung betreut, außerdem mit 98 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern 222 Klientinnen und Klienten in Kufstein, Wörgl und Brixlegg in den dortigen Wohnhäusern und Werkstätten sowie in der mobilen Begleitung. Garanten für diese Entwicklung waren und sind Kufsteins Altbürgermeister Siegfried Dillersberger, der Langkampfener Altvizebürgermeister Johann Luchner und ganz besonders der verstorbene Sonderschuldirektor Hans Henzinger. Die Lebenshilfesektion Kufstein wurde 1980 gegründet, bereits 1982 konnte die erste Werkstätte in der Festungsstadt eröffnet werden. Nach und nach „haben wir aber immer mehr Agenden an die Lebenshilfe Tirol verloren“, erzählte der Altbürgermeister. Was auch richtig war, „auf ehrenamtlicher Basis könnte man so etwas auch nicht mehr machen.“ Aber man wollte sicherstellen, dass das im Bezirk gespendete Geld auch hier verbleibt. Daher wurde 1988 der Verein zur Förderung der Lebenshilfe des Bezirkes Kufstein gegründet, dessen 30. Bestandsjubiläum am Freitagabend mit Gönnern und Lebenshilfe-Mitarbeitern gefeiert wurde.

„Wir haben in dieser Zeit an die zwei Millionen Euro gesammelt und beigesteuert“, konnte Dillersberger als Obmann des Fördervereins stolz berichten. Viele Spender haben dazu beigetragen. Unter anderem flossen große Beträge vom Verein Kufsteiner Kaiserfest, der den Reinerlös der Veranstaltung spendete. Einer der Initiatoren für diese Aktion war der damalige Kufsteiner TT-Redakteur Walter Schrott. Von Seiten des Festes, so Dillersberger, gebe es leider schon seit Jahren keine Unterstützung mehr, ganz im Gegenteil, denn heute müsse die Stadt der Veranstaltung Geld zuschießen, erinnerte er an die geänderten Gegebenheiten.

Das nächste zu unterstützende Projekt steht auch schon an: der Ausbau der Lebenshilfe in Wörgl.


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