Vorbereitungen für Ski-Weltcup am Semmering laufen auf Hochtouren

Semmering (APA) - Der „Zauberberg“ Semmering-Hirschenkogel steht vor dem Saisonstart, die Vorbereitungen für die Damen-Skiweltcup-Rennen am ...

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Semmering (APA) - Der „Zauberberg“ Semmering-Hirschenkogel steht vor dem Saisonstart, die Vorbereitungen für die Damen-Skiweltcup-Rennen am 28. und 29. Dezember laufen auf Hochtouren. Panorama-Piste und Gondelbahn sind ab morgen, Freitag, in Betrieb. „Wir haben für den Winter extrem aufgerüstet“, sagte Betriebsleiter Hans Günther Wegner am Donnerstag zur APA. Das Grandhotel Panhans wird indes weiterhin renoviert.

Als Vorbereitung für die Wintersaison wurden neue Elektroleitungen vergraben, weiters wurden neue Schneekanonen angeschafft und Leitungen für die Beschneiung erneuert. Vorerst startet der „Zauberberg“ mit der Weltcup-Piste und einem Lift im Tagesbetrieb, sukzessive sollen weitere Pisten und Anlagen sowie Rodel- und Nachtbetrieb folgen. In den vergangenen Monaten hatte es mitunter Probleme gegeben - u.a. stand die Gondelbahn aufgrund technischer Gebrechen mehrere Tage lang still. Eine TÜV-Überprüfung in diesem Jahr sei „ohne Beanstandung“ über die Bühne gegangen, so Wegner, Betriebsleiter der Semmering-Hirschenkogel Bergbahnen.

Die Vorbereitung für die Damen-Rennen funktioniere sehr gut, sagte Franz Steiner, Chef des Weltcup Organisationskomitees Semmering. Die Weltcup-Piste wurde mit 28 der 33 von den Bergbahnen neu gekauften Schneekanonen beschneit - ein Rekord, so Steiner. Die Grundpräparierung sei erledigt, die fixe Schneedecke betrage 40 bis 50 Zentimeter. Die Weltcup-Piste ist für Wintersportler geöffnet, bis sie vor den Rennen gesperrt und mit Sprühbalken bearbeitet wird. „Einige Aufbauten wurden bereits getätigt“, berichtete Steiner. Unter anderem wurden im Zielraum Fernsehtürme und die Fanklub-Tribüne errichtet.

Mit den Kräften von Bergrettung, Feuerwehr, Polizei und dem Roten Kreuz laut Steiner stehen gut 300 Helfer im Einsatz. Tätig sind sie als Rutscher oder Torrichter auf der Piste, als Ordner, bei Akkreditierung, Verpflegung oder im Rennbüro.

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Steiner hofft auf 20.000 Besucher am Semmering. Nachtrennen wird heuer keines am „Zauberberg“ stattfinden. Sowohl Slalom als auch Riesen-Slalom werden bei Tageslicht gefahren, weil es sonst zu Kollisionen mit zeitgleichen Sportveranstaltungen bzw. bei der Fernsehübertragung gekommen wäre. Der Semmering wechselt sich derzeit im Damen-Ski-Weltcup-Kalender mit Lienz (Osttirol) ab. Nach ÖSV-Plänen soll es ab 2020 ein Dreier-Rad mit Bad Kleinkirchheim in Kärnten geben. Steiner will sich zuerst auf die kommenden Bewerbe fokussieren, danach soll es Gespräche geben. Auch wenn die Rennen nur mehr alle drei Jahre am Semmering stattfinden würden, sei man dann „immer noch ein Weltcup-Ort“, so der OK-Chef.

Die Vorbereitungen für die Quartiere des Weltcup-Trosses gehen ins Finale. Nicht zur Verfügung stehen wird das Grand Hotel Panhans, berichtete der ORF NÖ. Die Renovierungsarbeiten im Traditionshotel laufen bereits seit Frühjahr 2017 und dauern deutlich länger als geplant. „Das Grandhotel Panhans wird renoviert. Wiedereröffnungsdatum wird zeitnah kommuniziert!“ ist auf der Website zu lesen. Ursprünglich war eine „Soft-Sanierung“ auf 5.000 Quadratmetern vorgesehen, nun wird das gesamte Hotel saniert, wie Viktor Babushchak, Geschäftsführer der Panhans-Gruppe, in Medienberichten erklärte. Die Panhans Holding Group um ukrainische Investoren hatte Anfang 2014 angekündigt, mit Investitionen von 56 Mio. Euro am Semmering einzusteigen. Der Großteil sollte für die Bergbahnen und das Grand Hotel Panhans verwendet werden.


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