Äthiopische Präsidentin: Richtige Zeit, um zu investieren

Addis Abeba (APA) - Anlässlich des Besuches von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) in Äthiopien hat die Präsidentin des Landes, Sahle-Work Z...

  • Artikel
  • Diskussion

Addis Abeba (APA) - Anlässlich des Besuches von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) in Äthiopien hat die Präsidentin des Landes, Sahle-Work Zewde, für Investitionen ausländischer Partner geworben. „Äthiopien hat viel zu bieten. Es ist der richtige Zeitpunkt, um hier zu sein, um zu investieren“, so Zewde am Donnerstagnachmittag in Addis Abeba.

So hoffe sie auch, nicht nur die Beziehungen mit Österreich, sondern mit der gesamten EU vertiefen zu können, betonte die erst Ende Oktober gewählte Präsidentin. Dass sie diese Position nun bekleide, sei ein „sehr positives Signal“, sagte Kurz vor österreichischen und äthiopischen Journalisten.

Zewde ist die erste Frau an der Spitze des zweitbevölkerungsreichsten Landes Afrikas. Sie wurde auf Betreiben von Regierungschef Abiy Ahmed vom Parlament gewählt. Abiy ist erst seit April im Amt, will das Land aber von Grund auf verändern. Die verstärkte Präsenz von Frauen in der Politik und öffentlichen Ämtern ist einer der Aspekte seiner neuen Politik. Das äthiopische Kabinett besteht zur Hälfte aus Frauen.

Im Rahmen seiner dreitägigen Afrika-Reise bereitet Kurz das EU-Afrika-Forum, das am 18. Dezember in Wien stattfindet, vor. Das Event steht unter dem Motto „Innovation und Digitalisierung“, damit im Zusammenhang steht insbesondere die verstärkte wirtschaftliche Zusammenarbeit bzw. ausländische Investitionen. „Natürlich werden wir aber auch in der Entwicklungszusammenarbeit engagiert bleiben“, so Kurz.

Nach einem Besuch in Ruanda, wo unter anderem ein Treffen mit Präsident Paul Kagame auf der Agenda steht, geht es für den Kanzler am Samstag wieder zurück nach Äthiopien. In der östlich gelegenen Region Somaliland wird er sich ein Bild von der Lage der Binnenvertriebenen (Internally Displaced People/IDP) machen. Es wird erwartet, dass Österreich weitere Mittel aus dem Auslandskatastrophenfonds (AKF) für die Versorgung von IDPs freigibt.


Kommentieren