Anpassung von Widmung sorgte für Debatten

Rund um eine Widmungsanpassung beim Thaurer „Romediwirt“ gab es im Gemeinderat einige Diskussionen – für BM Walser völlig unverständlich.

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Die Nutzfläche im Romediwirt (l.) erhöhte sich gegenüber der ursprünglichen Widmung ? das geschah auf Wunsch der Gemeinde.
© Domanig

Thaur –Mit 9:6 Stimmen – und nach einigen Debatten – hat der Thaurer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung eine Widmungsanpassung beim heuer eröffneten „Romediwirt“ beschlossen. Die Gemeinde hat das Ausflugsgasthaus samt Besucherzentrum in Zusammenarbeit mit dem privaten Grundbesitzer realisiert, wobei für das Haus neben dem Romedikirchl (und das gesamte Areal der Thaurer Ruine) ein langfristiger Pachtvertrag abgeschlossen wurde. Ursprünglich waren dabei 150 Quadratmeter Nutzfläche geplant gewesen. „Im Zuge der Planungen für das Besucherzentrum haben wir aber gesehen, dass wir weitere Flächen benötigen – Garage, Lagerflächen und einen Zusatzraum im Obergeschoß“, erklärt BM Christoph Walser (Einheitsliste). Also habe man die Pläne entsprechend geändert und 70 m2 dazugebaut.

Nunmehr hat der Gemeinderat, wie vom Eigentümer gewünscht, eine Anpassung der Widmung an den tatsächlichen Zustand beschlossen. Dabei traten im Gemeinderat durchaus Auffassungsunterschiede zutage: „Das Produkt, ein Gebäude mit allem Drum und Dran, ist gut und richtig und die zusätzlichen Flächen waren nötig“, sagt Vize-BM Martin Plank (Liste Konrad Giner) zur TT. „Aber wir hätten die Widmungsanpassung als Chance gesehen, mit dem Eigentümer nochmals in Verhandlungen zu treten, um über einen Kaufvertrag das Ruinengelände in Gemeindeeigentum zu bekommen.“

Schließlich, so die Überlegung von Planks Liste, komme es durch die Erhöhung der gewidmeten Nutzfläche auch zu einer Wertsteigerung für den Eigentümer.

Für BM Walser ist diese Argumentation absolut nicht nachvollziehbar, der Wunsch, „noch etwas hineinzuverhandeln“, wäre aus seiner Sicht schlicht unzulässig gewesen. „Denn es ist ja nicht so, dass wir dem Eigentümer hier etwas nachwidmen. Dass der Zubau größer wurde, ist auf unseren Wunsch als Gemeinde hin geschehen.“

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Genauso sieht das auch Gemeindevorstand Joe Bertsch (Grüne): „Wir sind ja mit der Bitte um Erweiterung an den Besitzer herangetreten. Und er hat sich uns gegenüber sehr entgegenkommend verhalten, wir haben ein gutes Verhältnis. Da wäre es unpassend gewesen, auch noch ein Gegengeschäft zu verlangen.“ Entscheidend ist für Bertsch jedenfalls eines: „Mit dem Gasthaus samt Ausstellungsraum haben wir ein Schmuckstück realisiert, das von der Bevölkerung bestens angenommen wird.“ (md)


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