Deutschland: Einigung auf neue Verhandlungen im Darfur-Konflikt

Berlin (APA/dpa) - Im Darfur-Konflikt zwischen der Regierung und mehreren Rebellengruppen im ostafrikanischen Sudan soll es nach Angaben des...

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Berlin (APA/dpa) - Im Darfur-Konflikt zwischen der Regierung und mehreren Rebellengruppen im ostafrikanischen Sudan soll es nach Angaben des Auswärtigen Amts zur Wiederaufnahme formeller Friedensverhandlungen und zu einem Waffenstillstand kommen. Eine entsprechende Einigung sei am Donnerstag in Berlin erzielt worden, teilte das Auswärtige Amt mit.

Die beteiligten Konfliktparteien hätten ebenso wie Vertreter der Vereinten Nationen ein Abkommen unterzeichnet, das Grundlagen für die anstehenden Verhandlungen unter der Mediation Katars vorsehe. Die Gespräche sollen demnach bereits im Jänner in Doha starten.

Der Konflikt brach 2003 in Darfur im Westen des Sudans zwischen Volksgruppen, die mehr politische Mitbestimmung forderten, und der Regierung in Khartum aus. Regierungskräfte und die verbündete arabische Miliz Jandjawid gingen dabei brutal gegen die Bevölkerung vor, schätzungsweise wurden rund 300.000 Menschen getötet und Millionen vertrieben. Sudans Präsident Omar Al-Baschir wird vom Internationalen Strafgerichtshof per Haftbefehl gesucht, ihm werden Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen.

Der deutsche Außenminister Heiko Maas (SPD) sagte, alle Seiten hätten nun Kompromissbereitschaft gezeigt. Damit sei unter deutscher Vermittlung ein „bedeutender Schritt in Richtung Frieden“ gemacht worden. „Ich rufe alle Parteien dazu auf, sich weiterhin konstruktiv in den Friedensprozess einzubringen.“


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