Sonntagsmatineen feiern 20-Jahr-Jubiläum

Sie haben Stammpublikum und neuen Zuwachs, bieten anspruchsvolle Programme ohne Eintritt (Spenden), heißen Menschen „von 0 bis 100" willkomm...

Der Andrang zum Vormittagskonzert im Haus der Musik ist groß.
© Siegmann

Sie haben Stammpublikum und neuen Zuwachs, bieten anspruchsvolle Programme ohne Eintritt (Spenden), heißen Menschen „von 0 bis 100" willkommen und lassen spüren, wie viel Herzblut in der Konzertreihe steckt: Die Musikerinnen und Musiker des Tiroler Symphonieorchesters Innsbruck machen aus ihren Sonntagsmatineen etwas Besonderes. „Zum zwanzigjährigen Jubiläum starteten die Matineen nun in eine neue Ära", sagt Fagottistin Kerstin Siepmann, die die Reihe organisiert. „Jetzt ist das Haus der Musik ihre neue Heimstatt."

Lange füllten die Zuhörer die fünf Musikvormittage im Konservatoriumssaal, und nun war auch die Premiere mit erweitertem Programm im wesentlich größeren Saal überfüllt. Das nächste Konzert bringt am 16. Dezember ab 11 Uhr Duos von Dittersdorf, Mozart und Villa-Lobos.

Jedes Orchester braucht eine Kammermusikreihe, wusste vor 20 Jahren Musikdirektor Georg Schmöhe. Orchesterbüroleiter Alexander Rainer realisierte sie, und Kerstin Siepmann wuchs hinein. „Kammermusik schult und ist die liebste Form der Musiker. Es macht Spaß, sich mit Freunden oder neuen Wunschpartnern Herausforderungen zu stellen und neue Ensembles zu bilden. Und so lange zu arbeiten, bis man sich wortlos versteht", sagt die Fagottistin.

30 bis 40 Orchestermitglieder sind pro Saison dabei, spielen in oft ungewöhnlicher Besetzung ungewöhnliche Programme, die sie selbst wählen und die „die reisenden Musiker nicht bieten können".

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Dazu hört man auch Uraufführungen (etwa von Robert Zorn) und vertraute und geliebte Werke, im Mai 2019 wird es das Oktett von Franz Schubert sein. Originelles erdachte einmal Peter Polzer mit „Sweet Sixteen": Kompositionen von Sechzehnjährigen. Ein neues Format erprobt man mit jeweils einem Werk zunächst nicht verratener Herkunft, das gespielt, dann diskutiert und erneut gespielt werden wird. Das dürfte nicht nur den festen Fanclub anlocken. (u.st.)


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