Mit Bergen von Salz gegen die Rutschpartie

Der Winter ist in Tirol angekommen. Mit ihm rieseln nicht nur Schneeflocken auf den Asphalt, sondern auch Tausende Tonnen Salz. Alternativen sind rar.

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Symbolfoto.
© Thomas Böhm

Von Philipp Schwartze

Innsbruck –Er hat wieder begonnen, der alljährliche Kampf von Mensch und Maschine gegen die Witterung. „Der Winter steht vor der Tür – endlich“, freut sich darüber auch Emil Hell von der Asfinag, verantwortlich unter anderem für die Autobahnmeistereien. Für die bedeutet Schnee Arbeiten im Akkord.

Der technische Fortschritt und neue Forschungserkenntnisse machen die Sache aber etwas leichter: So kann heut­e sehr genau, bis auf wenige Gramm, vorhergesagt werden, wie viel Salz bei welcher Temperatur auf die Straßen gestreut werden muss und in welcher Frequenz die Räumfahrzeuge fahren müssen.

Ein Streumittel aus Traubenmaische versagte im Test.
© APA

Umweltfreundlich ist das aggressive Salz aber nicht, Schäden an Pflanzen sind in Studien nachgewiesen worden. Noch schädlichere Alternativen – etwa stickstoffhaltige Auftaumittel – sind in vielen österreichischen Städten ohnedies verboten. Aber auch eine Harnstoff-Lösung, die laut einer Studie der Universität für Bodenkultur zumindest für Bäume weniger schädlich wäre, ist nicht erlaubt. Hell und Tirols Winterdienst setzen auf das bewährt­e Salz – und hoffen auf einen unfallfreien Winter.

Salzberg: Das weiße Gold wird in den Straßenmeistereien, teilweise meterhoch, eingelagert.
© APA

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