Österreicherin Mortezai gewann mit „Joy“ bei Filmfestival Marrakesch

Marrakesch (APA/AFP) - Die österreichische Regisseurin Sudabeh Mortezai hat mit ihrem Drama „Joy“ den Hauptpreis beim Filmfestival in Marrak...

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Marrakesch (APA/AFP) - Die österreichische Regisseurin Sudabeh Mortezai hat mit ihrem Drama „Joy“ den Hauptpreis beim Filmfestival in Marrakesch gewonnen. Monica Bellucci überreichte ihr am Samstag die Trophäe für den Film über eine junge Nigerianerin, die in Wien als Prostituierte arbeiten muss. Die deutsche Burgschauspielerin Aenne Schwarz wurde für ihre Rolle in „Alles ist gut“ als beste Darstellerin ausgezeichnet.

Mortezai hat mit ihrem die Zuschauer in keiner Weise schonenden Film bereits zahlreiche Preise gewonnen. Bei der Weltpremiere in Venedig in der Parallelsektion Giornate degli autori wurde „Joy“ von Europa Cinemas als Bester Europäischer Film gewürdigt, während Mortezai den mit 10.000 Euro dotierten Hearst Film Award erhielt. Es folgten der Hauptpreis im Wettbewerb für den besten Spielfilm beim BFI London Film Festival und der Silberne Hugo beim Chicago International Film Festival. Bei der Viennale gewann der Film den 10. Wiener Filmpreis.

Aenne Schwarz (35), die zuletzt auch für einen Nestroy-Preis nominiert war, stellt in dem Debütfilm der deutschen Regisseurin Eva Trobisch - derzeit in den heimischen Kinos - eine vergewaltigte junge Frau dar, die sich nicht als Opfer sehen will. Den Darstellerpreis erhielt Nidhal Saadi für seine Rolle in dem Film „Regarde moi“ von Nejib Belkadhi. Der Jurypreis ging an „La Camarista“ von Lila Avilès (Mexiko), der Regiepreis an „Teret“ von Ognjen Glavonic (Serbien). Den Jury-Vorsitz hatte US-Regisseur James Gray („The Immigrant“).

Die 17. Ausgabe des Internationalen Filmfestivals von Marrakesch wurde von rund 100.000 Menschen besucht und stand im Zeichen großer Hollywood-Stars. So war Schauspiel-Legende Robert De Niro bereits zu Beginn mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet worden. Der US-Star erhielt seine Trophäe aus den Händen seines langjährigen Freundes Martin Scorsese, der als Regisseur einige der bekanntesten Filme mit De Niro in Szene gesetzt hatte, wie etwa „Good Fellas“, „Taxi Driver“ oder „Casino“. Schauspielerin Robin Wright, die für eine Hommage erwartet wurde, musste ihre Teilnahme dagegen in letzter Minute absagen.

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(S E R V I C E - http://www.festivalmarrakech.info)


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