Friedensnobelpreisträger wollen Gerechtigkeit für misshandelte Frauen

Die Yezidin Nadia Murad (25) und der kongolesische Arzt Denis Mukwege (63) haben die Weltgemeinschaft bei einer Pressekonferenz in Oslo aufgefordert, Gewalt gegen Frauen zu bekämpfen.

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Nadia Murad und Denis Mukwege erwarten ein Handeln.
© AFP/Schwarz

Oslo – Die Gewinner des diesjährigen Friedensnobelpreises, die Yezidin Nadia Murad (25) und der kongolesische Arzt Denis Mukwege (63), haben die Weltgemeinschaft aufgefordert, Gewalt gegen Frauen zu bekämpfen. Bei einer Pressekonferenz am Sonntag in Oslo sagte Mukwege: „Wir haben einen Punkt erreicht, an dem es nicht ausreicht, darüber zu reden und es anzuprangern. Wir müssen nun wirklich handeln.“

Die Körper von Frauen seien zu Schlachtfeldern geworden, fuhr Mukwege fort. Die internationale Gemeinschaft müsse dafür sorgen, dass die Täter zur Verantwortung gezogen werden. Mukwege und Murad werden am Montag mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet, weil sie mit ihrem Engagement bekanntmachten, wie sexuelle Gewalt gegen Frauen in Kriegs- und Konfliktgebieten als Waffe genutzt wird. (APA/dpa)


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