Zuschuss der Gemeinde für Schatzer-Lift in Kirchberg auf ein Jahr befristet

TVB, Bergbahn und Gemeinde subventionieren in Kirchberg den Schatzerlift. Die Gemeinde möchte aber eine Zukunftslösung.

Noch ist es ruhig auf der Skiwiese in Kirchberg, aber schon bald wird dort wieder Ski gefahren. Der Betrieb des Liftes ist dank Gemeinde, TVB und Bergbahn gesichert.
© Angerer Harald

Von Harald Angerer

Kirchberg i. T. –Eine Skiwiese in Zentrumsnähe – das wünscht sich jeder Skiort. Doch nicht überall gibt es die Möglichkeit. In Kirchberg ist man hier in der glücklichen Lage. Der dortige Schatzerlift wird von einem privaten Unternehmen betrieben, die Bedingungen sind aber keine einfachen. Deshalb erhält der Betreiber Subventionen von der Bergbahn Kitzbühel, dem Tourismusverband und der Gemeinde Kirchberg. Heuer sollte dieser Vertrag erneut um fünf Jahre verlängert werden. Bergbahn und TVB haben bereits zugesagt, die Zusage der Gemeinde erfolgte nun in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Jedoch mit einer entscheidenden Änderung. Denn die Gemeinde hat nicht auf weitere fünf Jahre jeweils 15.000 Euro zugesagt, sondern nur noch für einen Winter. Bereits in der November-Gemeinderatssitzung war die Subvention Thema, wurde aber in den Überprüfungssausschuss verwiesen. Man wollte Einsicht in die Bilanzen des Betreibers haben. „Wir konnten die Bilanzen ansehen, die Anlage ist nicht wirtschaftlich“, schildert Gemeindevorstand und Überprüfungsausschuss-Obmann Christian Simair.

Es haben auch bereits intensive Gespräche mit dem Unternehmer stattgefunden. Denn wenn die Gemeinde weiterhin subventionieren soll, dann müssten mehr Forderungen erfüllt werden, betont Simair. Deshalb erfolgt die Empfehlung an den Gemeinderat, nur ein Jahr zu genehmigen. „Der Betreiber soll dann spätestens bis Mitte nächsten Jahres ein zukunftsträchtiges Konzept vorlegen“, fordert Simair.

Bürgermeister Helmut Berger betonte, dass es bereits einige Zusagen des Betreibers gebe, zum Beispiel, dass alle Skischulen auf der Skiwiese unterrichten dürften, und auch, dass der Lift für Kinder unter 14 Jahren kostenlos benützt werden könne. Aber er unterstützt ebenfalls den Vorschlag, die Subvention auf ein Jahr zu beschränken, wie seine Listen-Kollegin LA Claudia Hagsteiner. Sie betont, dass der Lift auf jeden Fall erhalten bleiben solle, da er auch für die Einheimischen wichtig sei. „Wir müssen darauf achten, dass die Kinder weiterhin Skifahren lernen“, sagt Hagsteiner. Auch GV Josef Schroll betonte, dass man hierauf ein großes Augenmerk richten solle. „Kitzbühel zeigt es uns mit den Gratis-Skikursen vor. Es muss in unser aller Interesse liegen, dass alle Kinder Skifahren lernen.“

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Gegen die Subvention spricht sich hingegen GR Martin Aschaber aus: „Es wurde schon vor fünf Jahren vereinbart, dass sich etwas ändert, passiert ist aber nur wenig.“

Erfreut nimmt Liftbetreiber Horst Margreiter die Entscheidung des Kirchberger Gemeinderates auf. „Die 15.000-Euro-Subvention wurde mit 15 zu 2 Stimmen beschlossen, das ist für uns sehr positiv“, sagt Margreiter auf Anfrage der TT. Dass diese Zusage nur auf ein Jahr beschlossen wurde, sieht er nicht als Problem. „Es ist ganz in unserem Sinne, über ein längerfristiges Konzept zu sprechen. Deshalb wollten wir die Förderung auf fünf Jahre, um länger planen zu können“, erklärt Margreiter.


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