Kanada prüft Ausstieg aus Rüstungsgeschäft mit Saudi-Arabien

Istanbul/Ottawa (APA/Reuters) - Der kanadische Ministerpräsident Justin Trudeau erwägt, Waffenexporte nach Saudi-Arabien einzuschränken. In ...

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Istanbul/Ottawa (APA/Reuters) - Der kanadische Ministerpräsident Justin Trudeau erwägt, Waffenexporte nach Saudi-Arabien einzuschränken. In einem am Sonntag ausgestrahlten TV-Interview sagte der liberale Politiker, seine Regierung nehme die Ausfuhrgenehmigungen genau unter die Lupe. Es werde geprüft, ob es einen Weg gebe, bestimmte gepanzerte Fahrzeuge nicht mehr dorthin zu liefern. Details nannte er nicht.

Trudeau verschärft damit den Ton in der Frage. Zuletzt hatte er gesagt, ein Ausstieg aus einem 13 Milliarden Dollar schweren Exportgeschäft der kanadische Tochter des US-Rüstungskonzerns General Dynamics wäre mit hohen Kosten verbunden.

Vor allem in westlichen Staaten werden nach dem Tod des regierungskritischen saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi Konsequenzen gefordert. Die Regierung in Saudi-Arabien steht im Verdacht, den Tod des Journalisten angeordnet zu haben.

Auch das Engagement Riads im Jemen-Krieg steht in der Kritik. Die linke Opposition in Kanada fordert, Ottawa sollte nicht Saudi-Arabien aufrüsten, da das Land zivile Ziele in Jemen angreife.

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Im Jemen kämpfen Houthi-Rebellen seit mehr als vier Jahren gegen Anhänger der international anerkannten Regierung. Deren Truppen werden von einer von Saudi-Arabien geführten Koalition mit Luftangriffen unterstützt.


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