Börse Frankfurt gibt im Frühhandel erneut nach

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die Schwäche der US-Börsen am Freitag hat die Anleger am deutschen Aktienmarkt zum Start in die Vorweihnac...

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Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die Schwäche der US-Börsen am Freitag hat die Anleger am deutschen Aktienmarkt zum Start in die Vorweihnachtswoche vorsichtig gestimmt. Der DAX sank am Montag im frühen Geschäft um 0,14 Prozent auf 10.850,26 Punkte.

Damit knüpfte der Leitindex nicht nur an seine Verluste der vergangenen zwei Handelstage an, sondern weitete auch sein bisheriges Jahresminus aus. Aktuell summiert es sich nun auf fast 16 Prozent. Der Index der mittelgroßen Börsentitel MDAX verlor zum Wochenstart 0,62 Prozent auf 22.144,01 Punkte.

In der letzten vollen Handelswoche in diesem Jahr dürften die Schwankungen an der Börse hoch bleiben, erwartet Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners. Dabei verwies er vor allem auf den am Ende der Woche anstehenden großen Verfallstag an den Terminmärkten. Dann laufen Futures und Optionen auf Aktien und Indizes aus.

Zuvor noch sind es wohl die alten Themen, allen voran die Hängepartie rund um den Brexit, die für Zurückhaltung sorgen. Vor allem eine womöglich noch in diesem Jahr stattfindende Abstimmung des britischen Parlaments über den mit der EU ausgehandelten Brexit-Vertrag könnte die Börsen ordentlich durchwirbeln, erwartet Altmann. Auch die Idee einer neuen Volksabstimmung über den Brexit ist noch nicht vom Tisch.

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Ansonsten ist die Agenda kurz vor Weihnachten bereits recht leer. An diesem Morgen etwa stehen nur die Inflationsdaten aus der Eurozone an, die wegen der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank relevant sind.

Unter den Einzelwerten gewannen im DAX die Aktien der Deutschen Bank 0,3 Prozent. Spekulationen über eine Anteilsaufstockung des Emirats Katar gaben etwas Auftrieb. „Wir werden in Deutschland in eine große Finanzinstitution investieren“, hatte der Vorstandschef des staatlichen Qatar Financial Center, Yousuf Mohamed Al-Jaida, dem „Handelsblatt“ gesagt. Dabei ergänzte er, dass es sich um ein Institut handle, an dem Katar bereits beteiligt ist. Den Aktienkurs stützen könnten zudem die von Deutsche-Bank-Finanzchef James von Moltke gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg bestätigten Jahresziele für 2018.

Im MDAX brachen indes die Papiere von Zalando um fast 14 Prozent ein. Der britische Wettbewerber Asos hatte am Morgen seinen Umsatzausblick gesenkt und damit für weitere schlechte Nachrichten in der Einzelhandelsbranche gesorgt.

Innogy büßten 2,2 Prozent ein. Nach geplatzten Gesprächen über eine Vertriebsfusion mit dem britischen Versorger SSE kappte der deutsche Energiekonzern einige seiner Jahresziele und auch die Dividende für 2018. Das zog auch E.ON ins Minus, die um 1,4 Prozent nachgaben. E.ON nämlich wird im Rahmen einer geplanten Neuaufteilung der Geschäftsfelder mit RWE letztlich den Geschäftsbereich Vertrieb von Innogy übernehmen.

Unter den kleineren Werten stachen dagegen die Papiere des Windkraftanlagenherstellers Senvion mit einen Kurssprung um fast 8 Prozent hervor. Die US-Bank JPMorgan hob die Aktien der ehemaligen Repower Systems auf „Overweight“. Die heftigen Kursverluste der jüngsten Zeit seien übertrieben, hieß es zur Begründung.

~ ISIN DE0008469008 ~ APA109 2018-12-17/10:22


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