Beim HC Innsbruck ist es höchste Zeit für die Trendwende

Das Heimspiel gegen Zagreb ist für die Haie heute (19.15 Uhr) ein Pflichtsieg. Es geht aber um weit mehr.

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HCI-Neuzugang Tomas Kudelka.
© Michael Kristen

Von Alex Gruber

Innsbruck –Wie kratzen die Haie nach einem neuerlichen Spielerwechsel – für Verteidiger Tomas Kudelka (TCH) musste Angreifer Levko Koper (CAN) weichen – nach der Länderspielpause in der Erste Bank Eishockeyliga endlich die Kurve? „Es geht nur noch um Resultate. Wer gut spielt, spielt viel. Wer nicht gut spielt, spielt weniger“, diktiert Headcoach Rob Pallin, der das Heimspiel gegen die „ausverkauften“ Zag­reber mit einem „B-Team“ als gefährlich einstuft: „Wir müssen auf der Hut sein. Das erinnert an geforderte Pflichtsiege gegen Laibach.“

Tomas Kudelka, der ja von den Kroaten zu den Haien wechselte, trifft gerade einmal noch auf „fünf bis sechs“ Kollegen, der Rest des Kaders wurde nach großen Zahlungsschwierigkeiten und dem Abgang vieler Legionäre mit Cracks aus der zweiten Mannschaft aufgefüllt. „Es wird schwer. Diese Jungs spielen sicher hart und wollen sich beweisen“, will Kudelka nichts von einem Jausengegner wissen. Der 31-jährige Routinier tritt auch nicht gegen seinen Ex-Arbeitgeber nach: „Ich hatte eine schöne Zeit dort. Aber wenn man Familie hat, ist es halt auch nicht lustig, wenn man kein Geld bekommt.“

Das wird dem „Buddy“ von HCI-Legionär Ondrej Sedivy – die beiden spielten gemeinsam beim HC Vitkovice und sind mit ihren Familien auch abseits des Eises Freunde – in Innsbruck nicht passieren. Kudelka, der sich als Spezialist fürs Penaltykilling sieht, sagt aber gleich glasklar: „Zuerst muss ich einmal gut spielen.“

Dass die Haie über „viel Talent“ verfügen, unterstreicht auch der neue Stay-at-home-Defender. Entscheidend wird sein, dass das Werk ins Laufen kommt. Kudelka ist ein neuer Baustein in einer schwierigen Gleichung, die das Team nur im Kollektiv lösen kann. Die Top sechs liegen zwar außer Reichweite, die Haie müssen sich aber dennoch in eine bessere Position bringen. Dazu ließe sich Ex-Hai Herbie Hohenberger zitieren: „Die Messe ist erst aus, wenn die Orgel aufgehört hat zu spielen.“

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