Leitbörsen in Fernost schließen überwiegend etwas höher

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Montag überwiegend in der Gewinnzone geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio stieg um 13...

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Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Montag überwiegend in der Gewinnzone geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio stieg um 132,06 Zähler oder 0,62 Prozent auf 21.506,88 Punkte. Auch der Shanghai Composite gewann moderate 4,23 Punkte oder 0,16 Prozent auf 2.597,97 Punkte.

Die Märkte in Indien und Australien zeigten sich ebenfalls im Plus. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 36.270,07 Zählern mit plus 307,14 Punkten oder 0,85 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney gewann 54,1 Zähler oder 0,95 Prozent auf 5.732,90 Einheiten. Einziger Ausreißer war der Hang Seng Index in Hongkong mit einem kleinen Minus von 6,81 Zählern (minus 0,03 Prozent) auf 26.087,98 Einheiten.

Damit konnten sich die asiatischen Börsen den negativen Vorgaben aus den USA weitgehend entziehen. Am Freitag hatten einmal mehr Sorgen um die globale Konjunktur international für klare Abschläge an der Wall Street gesorgt.

In der neuen Woche befanden sich die Anleger zunächst in Warteposition vor wichtigen politischen Ereignissen. So wird für Montag eine große Rede des chinesischen Staatschefs Xi Jinping erwartet, berichtete der Finanznachrichtensender CNBC.

Zudem steht am kommenden Mittwoch die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed auf der Agenda. Experten rechnen für den Termin mit der vierten Anhebung des Leitzinses in diesem Jahr. Nach dem Jahreswechsel dürfte die Fed dann jedoch den Fuß langsam vom Gas nehmen, wie Notenbankchef Jerome Powell bereits durchblicken ließ.

Die japanische Börse profitierte zum Wochenstart von einem schwachen Yen, der vor allem Exportwerte begünstigt. Dementspechend waren unter anderem Aktien von Basiskonsumgüterherstellern gesucht. So kletterten die Aktien von Familymart Uny Holdings mit plus 6,02 Prozent an die Indexspitze, gefolgt von NH Foods mit plus 4,46 Prozent.

Weiter im Fokus bleiben auch die beiden Autoaktien Nissan (minus 0,28 Prozent) und Mitsubishi (minus 1,19 Prozent), nachdem Carlos Ghosn, der Chef der Unternehmensallianz von Renault, Nissan und Mitsubishi, Mitte November festgenommen wurde. Ihm wird vorgeworfen, die Höhe seiner Bezahlung von Nissan jahrelang verschleiert zu haben.

Laut dem Wall Street Journal hat nun Renaults Vize-Chef Thierry Bollore einen Brief an Nissan geschrieben, in dem er Ghosns Verhaftung in Japan als signifikantes Risiko für die Partnerschaft zwischen den Autobauern bezeichnet, berichtet der Finanznachrichtensender CNBC. Renault hat bisher an der Bezahlung Ghosns anders als das Partnerunternehmen Nissan rechtlich nichts zu beanstanden.

In Sydney zeigten sich Rohstofftitel weit oben auf der Kurstafel. Die beiden Minenwerte BHP Billiton (plus 3,49 Prozent) und Rio Tinto (plus 2,15 Prozent) schlossen klar fester. Außerhalb des ASX-20 Index sprangen Flinders Mines um rund 43 Prozent nach oben.


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