CSU-Vorstand nominiert Söder einstimmig für CSU-Chefposten

Wie erwartet hat der CSU-Vorstand Markus Söder als Nachfolger von Horst Seehofer für den Posten des Parteichefs nominiert. Seehofer gab an, sich mit seinem Abtritt abgefunden zu haben.

  • Artikel
  • Diskussion
Horst Seehofer (l.) und Markus Söder.
© dpa

München – Der CSU-Vorstand in Deutschland hat Markus Söder wie erwartet einstimmig als Nachfolger von Horst Seehofer für den Posten des Parteichefs nominiert. Das berichteten am Montag Teilnehmer der nicht öffentlichen Sitzung der Deutschen Presse-Agentur in München.

Vor knapp vier Wochen hatte Söder erklärt, sich auf dem Sonderparteitag der CSU am 19. Jänner als Parteichef zur Wahl stellen zu wollen. Einen Gegenkandidaten gibt es bisher nicht, aussichtsreiche Konkurrenten sind ohnehin keine in Sicht.

„Ich werde auf diesem Sonderparteitag den Weg freimachen. Und dann besteht ja kein Zweifel, dass Markus Söder mir auch im Parteivorsitz nachfolgt. Das ist ein erster, wichtiger Schritt zu einer Erneuerung“, sagte Seehofer vor Beginn der Vorstandssitzung. Dem Vernehmen nach ist es die letzte Sitzung des CSU-Vorstandes vor dem Parteitag.

Seehofer hat sich mit Abtritt abgefunden

Seehofer hat sich nach eigenen Worte mit seinem bevorstehenden Abtritt abgefunden. „Ich bin jetzt über zehn Jahre im Amt – das ist auch genug, das reicht auch“, sagte Seehofer am Montag vor einer CSU-Vorstandssitzung in München vor Journalisten. „Auch die schönste Zeit geht einmal zu Ende.“

"Ice Road": 50x2 Karten für den Premieretag gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.

Kramp-Karrenbauer „geht sehr stark auf uns zu“

Auf dem CSU-Parteitag wird auch die neue CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer ein Grußwort sprechen, wie Seehofer sagte. „Ich glaube, dass wir mit Annegret Kramp-Karrenbauer sehr, sehr gut zusammenarbeiten werden“, sagte Seehofer. „Sie ist von ihrer Persönlichkeitsstruktur bestens geeignet, um mit der CSU gut zusammenzuarbeiten. Auch die ersten Tage haben dies schon gezeigt. Sie geht sehr stark auf uns zu, sucht sehr stark das Gespräch – wie umgekehrt auch.“ Als ehemalige Ministerpräsidentin habe Kramp-Karrenbauer auch „eine hinreichende Erfahrung im Föderalismus, der ja für die CSU besonders wichtig ist“.

Kramp-Karrenbauer war am 7. Dezember zur neuen CDU-Vorsitzenden gewählt worden. Die CSU ist die Schwesterpartei der CDU. Bei Wahlen tritt sie nur in Bayern, die CDU in den übrigen deutschen Bundesländern an. (APA/AFP/dpa, TT.com)


Kommentieren


Schlagworte