Standortsuche für Konsumraum

Innsbruck – Es mag, kältebedingt, ein wenig ruhiger geworden sein rund um die Innsbrucker Mentlgasse – so hört man es zumindest. Doch im Hin...

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Innsbruck –Es mag, kältebedingt, ein wenig ruhiger geworden sein rund um die Innsbrucker Mentlgasse – so hört man es zumindest. Doch im Hintergrund nimmt die Problematik im Umkreis der Mentlvilla der Caritas weiter viel Platz in der Stadtpolitik ein. Die Stadt arbeitet weiter am Drogenkonsumraum, und auch das Alkoholverbot, für das es im Gemeinderat ja eine Mehrheit gab, bleibt Thema.

Vize-BM Franz Gruber (VP) bespricht dieser Tage mit dem Land die gesundheitlichen Aspekte des Drogenkonsumraums – die Politik nennt es dabei lieber einen Drogen­ambulanzraum. Man wolle ein Konzept entwickeln, und hier gelte „Qualität vor Tempo“. Neben rechtlichen Fragen ist aber vor allem wohl die Standortsuche für diesen Raum die große Herausforderung. Ende Februar möchte Gruber das Konzept zumindest fertig haben – „alles wissenschaftlich begleitet“, wie er betont. Der Standort des Konsumraums soll aber auch mögliche Anrainer berücksichtigen. „Sonst ist es ja nur wieder eine Verlagerung des Themas“, erklärt Gruber.

Neben dem Drogenkonsumraum soll auch das Alkoholverbot zu einer Entspannung der Situation sorgen, so Gruber. Für BM Georg Willi (Grüne) stellt sich die Frage des Verbots erst im Frühjahr, weil es durch den Winter jetzt schon ruhiger geworden sei. Der Bürgermeister arbeitet nach eigenen Angaben an einem zweiten Standort für die Versorgung von Suchtkranken, um das Problem zu entzerre­n.

„Das Ziel für die Anrainer eint uns, der Weg dorthin nicht ganz“, sagte Gruber dazu. So soll die Situation schon gleich nach dem Jahreswechsel evaluiert werden. Wenn sich zeigen sollte, dass sich an der Lage nichts geändert hat, dann wird das Verbot im Jänner beschlossen. Einig war man sich einmal mehr, dass man mehr in die Präventionsarbeit investieren müsse. (mw)

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