UNO: Waffenruhe in Hodeidah soll ab Dienstag gelten

Dubai/Hodeidah/Sanaa (APA/AFP/Reuters) - Die zwischen den Konfliktparteien im Jemen vereinbarte Waffenruhe für die umkämpfte Hafenstadt Hode...

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Dubai/Hodeidah/Sanaa (APA/AFP/Reuters) - Die zwischen den Konfliktparteien im Jemen vereinbarte Waffenruhe für die umkämpfte Hafenstadt Hodeidah soll nach UNO-Angaben ab Dienstag umgesetzt werden. Ab Mitternacht (Ortszeit, Montag 22.00 Uhr MEZ) sollen die Waffen zwischen der von Saudi-Arabien unterstützten Regierung und den Houthi-Rebellen schweigen, sagte am Montag ein Vertreter der UNO, der nicht namentlich genannt werden wollte.

Am Wochenende hatten neue Kämpfe in Hodeidah die Vereinbarung gefährdet. Die Einigung war bereits am vergangenen Donnerstag bei den Friedensgesprächen in Schweden unter UNO-Vermittlung erzielt worden. Ursprünglich sollte die Waffenruhe schon in der Nacht zu Freitag in Kraft treten.

Dennoch gingen die Kämpfe in der Stadt weiter. Dass sie nun in der Nacht zu Dienstag in Kraft treten soll, habe mit „operativen“ Gründen zu tun, hieß es bei der UNO. Es sei normal, dass es bis zu 72 Stunden dauere, bis eine solche Absprache auf allen Kommandoebenen angekommen sei.

Die Konfliktparteien hatten sich bei ihren Friedensgesprächen unter UNO-Vermittlung am Donnerstag in Schweden auf eine Waffenruhe für Hodeidah verständigt. Diese gilt für das von den Rebellen kontrollierte Hodeidah und den dortigen Hafen, über den der Großteil der humanitären Hilfe für den Jemen in das Land gelangt. Die Einigung sah auch einen Rückzug von Regierungstruppen und Rebellenkämpfern sowie den Austausch von 15.000 Gefangenen vor.

Bereits am Sonntagabend hatte der jemenitische Außenminister Khaled al-Yamani im Staatsfernsehen angekündigt, dass am Dienstag um 00.00 Uhr eine Waffenruhe in Kraft trete. Die Houthi-Rebellen, die Hodeidah kontrollieren, hatten bis zur Stunde noch nicht auf die Ankündigung reagiert.

Einwohner Hodeidahs berichteten am Montag telefonisch von weiteren vereinzelten Kämpfen im Osten und Süden der Stadt. Ein Sprecher der Regierungstruppen bestätigte, dass in der Nacht weiter gekämpft worden sei; im Osten Hodeidahs sei eine Fabrik beschädigt worden.

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen zeigte sich beunruhigt angesichts der Fortsetzung der Kämpfe. Ärzte und Helfer versorgten zahlreiche verletzte Zivilisten, teilte die Organisation mit.

Im Jemen herrscht seit 2014 ein Krieg zwischen den von Saudi-Arabien und anderen arabischen Staaten unterstützten Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi und den schiitischen Houthi-Rebellen, hinter denen der Iran steht. Nach UNO-Angaben wurden in dem Bürgerkrieg im Jemen bereits mehr als 10.000 Menschen getötet, unter ihnen tausende Zivilisten. In dem Land herrscht der UNO zufolge die schlimmste humanitäre Krise weltweit.

~ WEB http://www.un.org/en/ ~ APA338 2018-12-17/14:54


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