Ehefrau wegen angeblicher Wut - 16 Zentimeter tiefe Stichwunden

Wien (APA) - Der Angeklagte brachte seiner Ehefrau bis zu 16 Zentimeter tiefe Stichwunden bei, was darauf hindeutet, dass er das Messer mit ...

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Wien (APA) - Der Angeklagte brachte seiner Ehefrau bis zu 16 Zentimeter tiefe Stichwunden bei, was darauf hindeutet, dass er das Messer mit äußerster Wucht geführt haben dürfte. Die 59-Jährige, die noch einen Fluchtversuch unternommen hatte, von dem Kosovaren aber eingeholt wurde, hatte keine Überlebenschance.

Wie der Gerichtsmediziner Nikolaus Klupp erläuterte, wurde die Frau sieben Mal im Brustbereich verletzt. Ein Mal drang die Klinge in den Rücken. Die rechte Brusthöhle wurde eröffnet, der Herzbeutel und die Körperhauptschlagader durchsetzt. Abschürfungen und Schnittwunden an der rechten Hand belegten Abwehrversuche der Frau.

Die Bluttat wurde von drei jungen Bulgaren beobachtet. Die Männer brachten den bewaffneten 67-Jährigen zu Boden, einer von ihnen fixierte ihn mit einer Halsklammer und entwand ihm das Messer. Dann ließen sie ihn aufstehen, verständigten die Polizei und umringten den Mann, um ihn an der Flucht zu hindern. Der 67-Jährige erklärte ihnen - wie sie nun als Zeugen angaben - er habe „aus Liebe Scheiße gemacht“. Als er festgenommen wurde, meinte er zu den Beamten, er habe seine Frau „umgebracht“, weil er „es nicht mehr ausgehalten habe“, wobei er auf seine Eifersucht verwiesen haben soll.

Mit dem Urteil war vor 16.00 Uhr zu rechnen.


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