EU-Afrika-Forum - Juncker: Machen es besser als die Chinesen

Wien (APA) - EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat zum Beginn des EU-Afrika-Forums am Dienstag vor Journalisten betont, dass es um...

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Wien (APA) - EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat zum Beginn des EU-Afrika-Forums am Dienstag vor Journalisten betont, dass es um eine „partnerschaftliche Gleichberechtigung“ beider Kontinente gehe. Auf die Frage, ob die EU im Vergleich zu China nicht zu spät komme, meinte Juncker: „Ja, aber wir machen es besser.“

„Es ist nie zu spät“, meinte der kroatische Premierminister Andrej Plenkovic. Auch wenn Migration offiziell nicht auf der Agenda steht, glaube er, es werde sehr schwierig, in den politischen Gesprächen nicht über ein für Europa so wichtiges Thema zu sprechen.

Der litauische Außenminister Linas Linkevicius meinte, Europa entdecke Afrika zwar tatsächlich relativ spät im Vergleich zu China. Man müsse nun eben bessere Produkte und Dienstleistungen bieten.

Der namibische Minister für Informations- und Kommunikationstechnologie, Stanley Simataa, erklärte, er erwarte sich von dem Treffen in Wien verbesserte Beziehungen zwischen der EU und Afrika. Es sei besser jetzt zu starten als nie.

„Afrika ist im Aufbruch“, betonte der rumänische Präsident Klaus Johannis (Iohannis). Europa sei „sehr daran“ interessiert, „möglichst gute wirtschaftliche Beziehungen“ mit Afrika zu haben. Und dafür sei es nie zu spät. Rumänien übernimmt mit 1. Jänner 2019 den EU-Vorsitz von Österreich. Das EU-Afrika-Forum - die letzte Großveranstaltung unter österreichischer Präsidentschaft - sei ein „ganz guter Moment, um die Präsidentschaft ausklingen zu lassen“ und eine gute „Vorbereitung auf die rumänische Präsidentschaft“, so Johannis.

Bei den österreichischen Investitionen in Afrika sieht Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) ähnlich wie Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) viel Luft nach oben. In den nächsten Jahren sei der derzeitige Betrag „leicht zu verdoppeln“, die neuen Märkte böten „viele Chancen“, sagte sie. Nur 1,16 Prozent der gesamten Exporte Österreichs - rund 1,7 Milliarden Euro - gingen im Vorjahr nach Afrika, vor allem in den Norden und nach Südafrika.


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