UNO-Gesandter hält Frieden in Afghanistan für realistisch

Kabul/New York (APA/dpa) - In dem lang anhalten Konflikt in Afghanistan gibt es nach Meinung des UNO-Sonderbeauftragten für das südasiatisch...

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Kabul/New York (APA/dpa) - In dem lang anhalten Konflikt in Afghanistan gibt es nach Meinung des UNO-Sonderbeauftragten für das südasiatische Land, Tadamichi Yamamoto, gute Aussichten auf Frieden. Ein Friedensprozess „war noch nie so greifbar ... wie heute“, sagte Yamamoto am Montag (Ortszeit) im UNO-Sicherheitsrat in New York.

„Der entscheidende nächste Schritt wäre ein Treffen zwischen Vertretern der Regierung und der Taliban“, so der Sonderbeauftragte. Zumindest aber müsse es „Gespräche über Gespräche“ geben. Zugleich rief Yamamoto Länder in der Region dazu auf, die Friedensgespräche zu unterstützen.

Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 waren von den USA geführte Truppen in Afghanistan einmarschiert. Kurz darauf fiel das Regime der radikalislamischen Taliban. Am Montag wollten sich die Taliban nach Angaben ihres Sprechers Zabihullah Mujahid mit US-Vertretern in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) treffen.

Der pakistanische Premierminister Imran Khan sagte am Montagabend im Kurznachrichtendienst Twitter, sein Land habe im Dialog zwischen den Taliban und den USA in den VAE vermittelt. Nach Angaben aus Pakistan hatte US-Präsident Donald Trump um die Kooperation Islamabads im afghanischen Friedensprozess gebeten. „Lasst uns dafür beten, dass dies zu Frieden führen wird“, sagte Khan weiter. Pakistan werde alles in seiner Macht stehende tun, um den Friedensprozess voranzubringen.

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Die Taliban hatten in den vergangenen Monaten ihre Angriffe auf afghanische Sicherheitskräfte und Regierungseinrichtungen verstärkt und etliche Menschen getötet.


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