Leitbörsen in Fernost schließen deutlich schwächer

Tokio (APA) - An den wichtigsten Aktienmärkten in Fernost ist es am Dienstag stark bergab gegangen. Damit folgten sie der Vortagsentwicklung...

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Tokio (APA) - An den wichtigsten Aktienmärkten in Fernost ist es am Dienstag stark bergab gegangen. Damit folgten sie der Vortagsentwicklung an den New Yorker Börsen, dort hatte sich der jüngste Ausverkauf nach enttäuschenden Signalen von der Konjunktur noch verschärft.

Der Nikkei-225 Index in Tokio fiel um 388,45 Zähler oder 1,81 Prozent auf 21.118,43 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong verlor um 273,73 Zähler (minus 1,05 Prozent) auf 25.814,25 Einheiten. Der Shanghai Composite verlor 21,32 Punkte oder 0,82 Prozent auf 2.576,65 Punkte.

Die Märkte in Indien und Australien zeigten sich unterschiedlich. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 36.347,08 Zählern mit plus 77,01 Punkten oder 0,21 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney verlor 71,1 Zähler oder 1,24 Prozent auf 5.661,80 Einheiten.

Die USA und China lieferten sich bei der Welthandelsorganisation (WTO) einen markanten Schlagabtausch. Börsianer zeigten sich außerdem darüber enttäuscht, dass Chinas Präsident Xi Jinping in einer Rede zum 40-jährigen Jubiläum der chinesischen Reform- und Öffnungspolitik keine neuen Initiativen zur weiteren Öffnung der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft angekündigt hatte.

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Der Handelsstreit sowie Naturkatastrophen trüben darüber hinaus die Perspektiven für Japans Wirtschaft. Die japanische Regierung senkte am Dienstag ihre Wachstumserwartungen deutlich nach unten. Im Fiskaljahr 2018/19, das im März endet, wird nur noch mit einem Plus von 0,9 Prozent gerechnet. Bisher hatte die Regierung in Tokio noch 1,5 Prozent erwartet. Im Fiskaljahr 2019/20 dürften es dann 1,3 Prozent sein, statt der bisher geschätzten 1,5 Prozent.

Unter den Einzelwerten zählten prominente Titel wie etwa jene des Medien- und Kommunikationskonzerns Softbank (minus 3,29 Prozent) und des Elektronikriesen Sony (minus 4,40 Prozent) zu den größeren Verlierern. An der Spitze des Nikkei-225 gingen die Aktien des Petrochemieunternehmens Showa Shell aus dem Handel. Sie schlossen mit einem Aufschlag von 2,21 Prozent.


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