Wiener Metropol setzt 2019 auf „Lachtheater“ und Operetten-Neudeutung

Wien (APA) - Mit der Österreichischen Erstaufführung der Komödie „Wird schon schiefgehen!“ geht das Wiener Metropol ab 14. Februar gleich do...

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Wien (APA) - Mit der Österreichischen Erstaufführung der Komödie „Wird schon schiefgehen!“ geht das Wiener Metropol ab 14. Februar gleich doppelt neue Wege: Das erste Mal seit mehr als zehn Jahren bringt man ein Stück ohne Musik auf die Bühne, darüber hinaus hat man seit vielen Jahren wieder ein Werk „eingekauft“, wie Metropol-Chef Peter Hofbauer am Dienstag bei einem Ausblick auf das Jahr 2019 verriet.

Die internationalen Kritiken und seine Besuche an Spielstätten in vielen Ländern hätten Hofbauer überzeugt, das 2014 in London uraufgeführte „The play that goes wrong“ von Jonathan Sayer, Henry Shields und Henry Lewis in Wien zu realisieren. Schließlich handle es sich dabei um das „weltweit erfolgreichste Lachtheater“, das „keine reine Slapstick-Orgie“ sei, sondern durch die „Entzauberung der Bühnen-Krimi-Klischees“ überzeuge. Den ursprünglichen deutschen Titel („Mord auf Schloss Haversham“) hat man für die Erstaufführung ersetzt und stattdessen durch „Wird schon schiefgehen“ ersetzt, da es sich bei dem Stück schließlich um ein „Stück im Stück“ handle, in dem Katastrophen am Theater verhandelt werden - inklusive Zusammenbruch des Bühnenbilds am Ende. Dieses stammt übrigens von Martin Gesslbauer, Regie führt Marcus Strahl. Auf der Bühne stehen unter anderem Ali Jagsch, Claudia Rohnefeld und Leila Strahl.

Als zweite große Produktion bietet man ab 2. Oktober „Die Fledermaus“, bei der es sich um eine Übernahme von Hofbauers „Komödie mit Musik“ handelt, die er im vergangenen Sommer beim Theatersommer auf Schloss Weitra realisierte. Die Handlung der Strauss-Operette wurde dafür in die Frühzeit des Tonfilms verlegt, wie Hofbauer erläutert. Ebenfalls im Herbst plant er ein Genuss-Wochenende, das sich der „Geschmackskultur“ auf vielen Ebenen widmen soll und als Gegenpol „zur bajuwarischen Bierzeltbetäubung“ auf der „Wiener Wiesn“ gedacht ist.

Ebenfalls 2019 wird Hofbauer mit Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ) über die Zukunft des Metropols sprechen. Ende des kommenden Jahres läuft der Zweijahresvertrag der Förderung aus, entsprechend hofft er auf eine Subventionserhöhung (derzeit 600.000 Euro). Ob der 72-Jährige das Metropol weiterführt, einen künstlerischen Leiter bestellt oder das private Theater ganz aus der Hand gibt, sei noch offen. Mit der bisherigen Bilanz des von ihm 1998 übernommenen Hauses zeigte er sich zufrieden. Mit 75.000 Gästen im Jahr und einem Eigendeckungsgrad von über 75 Prozent stehe man gut da. Mit „Wird schon schiefgehen!“ und „Die Fledermaus“ will man diesen Weg weiter beschreiten.

(S E R V I C E - www.wiener-metropol.at)


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