2,2 Millionen Euro ausbezahlt: Über 10.600 Anträge auf Schulstarthilfe

Im Land verzeichnet man eine leichte Steigerung bei den Förderungen für die Schulstarthilfe. Exklusive Online-Anträge nach Kritik wieder zurückgenommen.

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Innsbruck –Der alljährliche Schulstart ist für einkommensschwache Familien mitunter auch eine finanzielle Herausforderung. Die Schulstarthilfe des Landes soll zumindest in Härtefällen diese Belastungen abfedern helfen. Der Fördersatz wurde für das laufende Schuljahr 2018/19 von 145 auf 150 Euro angehoben. Angesucht werden konnte für Kinder im Alter zwischen sechs und 15 Jahren, sofern das Einkommen der Eltern eine bestimmte Höhe nicht überschreitet.

Wie aus dem Büro der zuständigen Familienlandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf (VP) bestätigt wird, sind heuer in Summe 10.658 Anträge im Landhaus eingelangt. Zum Vergleich: Im Vorjahr belief sich die Zahl der genehmigten Anträge auf knapp 10.300. Der ausbezahlte Förderbetrag belief sich auf 2,2 Millionen Euro. Diese Summe könnte heuer leicht übertroffen werden.

Da pro Antrag die Schulstarthilfe für gleich mehrere Kinder beantragt werden kann, geht Zoller-Frischauf davon aus, dass in Summe an die 14.600 Kinder im Einzelfall Schulstarthilfe in Anspruch nehmen. Tirol sei im Bundesländervergleich hier sehr großzügig, sagt Zoller-Frischauf. Immerhin decke man das gesamte Pflichtschulalter ab.

Aufregung hatte es heuer im Vorfeld gegeben, da die Schulstarthilfe nur mehr per Online-Antrag gestellt werden konnte. Dies rief die Liste Fritz via Landtagsantrag auf den Plan. Zwar sei diese unkomplizierte Form der Antragstellung durchaus zu begrüßen, jedoch schaffe sie eine neue Hürde für all jene Familien, die sich keinen Internetzugang leisten könnten. Das sah auch der Landtag ein – künftig wird neben dem Online-Formular auch wieder ein ausgedrucktes Papierformular erhältlich sein. (mami)


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