EU-Afrika-Forum: Landau hofft auf „Zukunftspakt mit Afrika“

Wien (APA) - Caritas-Präsident Michael Landau hofft auf einen „Zukunftspakt mit Afrika“. Es sei wichtig, dass Europa und Österreich Afrika „...

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Wien (APA) - Caritas-Präsident Michael Landau hofft auf einen „Zukunftspakt mit Afrika“. Es sei wichtig, dass Europa und Österreich Afrika „auch als Wirtschaftspartner entdecken“, zugleich dürfe sich die Beziehung aber nicht auf Wirtschaftsfragen beschränken, sagte Landau am Rande des EU-Afrika-Forums am Dienstag gegenüber „Kathpress“.

„Ebenso unerlässlich sind der Einsatz gegen Hunger und Armut und Investitionen in die Bildung von Kindern und Ausbildung von Jugendlichen“, so Landau. Was es daher brauche, sei ein „Zukunftspakt mit Afrika“, den es auszuhandeln gelte, appellierte der Caritas-Präsident, der im EU-Afrika-Forum „eine große Chance“ sieht, die es im Interesse Afrikas sowohl entwicklungspolitisch als auch wirtschaftlich zu nutzen gelte.

Zugleich unterstrich Landau, dass es dafür mehr Hilfe vor Ort brauche: „Hilfe vor Ort eröffnet Menschen Lebensperspektiven in ihrer Heimat.“ Wie auch Bundeskanzler Sebastian Kurz betonte er die Verantwortung Europas dafür, dass sich die Lebensbedingungen in Afrika verbessern und das Leid sich verringere. Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, brauche es allerdings „mehr Anstrengungen bei der Entwicklungszusammenarbeit und faire Wirtschaftsbeziehungen“, erklärte Landau.

Der „Zukunftspakt“ soll nach Vorstellung Landaus auf vier Säulen aufbauen: Der Sicherung von Frieden und Rechtsstaatlichkeit und der Korruptionsbekämpfung; der Investition in Bildung und kleinbäuerliche landwirtschaftliche Strukturen; eine wirkliche Partnerschaft „auf Augenhöhe“ in Handelsfragen; und schließlich brauche es die Aufbau eines Sozial- und Bildungssystems, „um damit die schlimmste Armut abfedern zu können“.

~ WEB http://www.caritas.at/ ~ APA281 2018-12-18/13:44


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