Europas Leitbörsen zu Mittag uneinheitlich

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag im Verlauf ohne klare Tendenz notiert. Während der 50 führende Unt...

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Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag im Verlauf ohne klare Tendenz notiert. Während der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 nur knapp um 1,10 Einheiten oder 0,04 Prozent auf 3.062,55 Punkte fiel, gewann der DAX in Frankfurt gegen 13.35 Uhr um 37,53 Einheiten oder 0,35 Prozent auf 10.809,73 Punkte. Der FT-SE-100 der Börse London verlor hingegen um deutlichere um 29,80 Zähler oder 0,44 Prozent und steht nun bei 6.743,44 Stellen.

Am Vormittag stand die Stimmung in der deutschen Wirtschaft im Mittelpunkt. Im Dezember ist das Ifo-Geschäftsklima um einen Punkt auf 101,0 Zähler gefallen, teilte das Forschungsinstitut am Dienstag in München mit. Analysten hatten im Schnitt einen geringeren Rückgang auf 101,7 Punkte erwartet. Das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer ist damit den vierten Monat in Folge gesunken.

Belastend hatten die schwachen Vorgaben aus Übersee und die Erwartung einer weiteren Zinserhöhung durch die US-Notenbank gewirkt. Zusätzlich zur Zinssitzung der Fed am Mittwoch warf der große Verfall bei Termingeschäften seine Schatten voraus. Bei den Konjunkturdaten folgen am Nachmittag lediglich noch Veröffentlichungen aus der US-Baubranche. Unternehmensnachrichten blieben weitgehend aus.

Unterdessen will die britische Regierung über die weiteren Vorbereitungen für einen ungeregelten Brexit entscheiden. Erwartet wird, dass sich die Minister dafür aussprechen werden, die Vorsorgemaßnahmen erheblich zu erhöhen. Der Schritt wird als Signal an die EU und an die Abgeordneten im Unterhaus gewertet, dass es die Regierung ernst meint, notfalls ohne Abkommen aus der Staatengemeinschaft auszutreten.

Aus Branchensicht beeinträchtigten jedoch die fallenden Ölpreise deutlich. Der Branchenindex für Ölkonzerne zählte zu den schwächsten in Europa. Im Euro-Stoxx-50 gaben die Aktien von Eni jedoch nur um leichte 0,23 Prozent nach. Total verbilligten sich um 0,86 Prozent, wurden allerdings ex Dividende gehandelt.

Zu den stärksten Werten zählten die Anteilsscheine aus der Automobilindustrie. Sie werden aktuell als eher unterbewertet gesehen. Die Aktien von BMW stiegen um 0,27 Prozent, jene der Mercedes-Mutter Daimler um 0,95 Prozent und Volkswagen-Vorzüge gewannen um 1,24 Prozent.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA292 2018-12-18/14:00


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