Trump wünscht Ex-Sicherheitsberater Flynn „viel Glück“ vor Gericht

Washington (APA/dpa) - US-Präsident Donald Trump hat seinem früheren Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn „viel Glück“ vor Gericht ge...

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Washington (APA/dpa) - US-Präsident Donald Trump hat seinem früheren Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn „viel Glück“ vor Gericht gewünscht. Trump kritisierte am Dienstag auf Twitter den „enormen Druck“, den das FBI seiner Ansicht nach in den Russland-Ermittlungen auf Flynn ausgeübt hat.

FBI-Sonderermittler Robert Mueller untersucht unter anderem, ob es geheime Absprachen von Vertretern Russlands und dem Trump-Lager beim Präsidentschaftswahlkampf 2016 gegeben hat. Trump sprach am Dienstag von einer „Mueller-Hexenjagd“.

Im Verfahren gegen Flynn vor einem Bundesgericht in Washington wird am Dienstag (11.00 Uhr Ortszeit/17.00 Uhr deutscher Zeit) das Strafmaß verkündet. Flynn hatte sich vor gut einem Jahr unter anderem schuldig bekannt, bei FBI-Vernehmungen vorsätzlich falsche Angaben über Kontakte mit dem damaligen russischen Botschafter in den USA, Sergej Kisljak, gemacht zu haben.

Mit Kisljak sprach Flynn im Dezember 2016 widerrechtlich über US-Sanktionen gegen Moskau und ein bevorstehendes Votum über eine UN-Resolution zur israelischen Siedlungspolitik. Trump hatte damals bereits die Präsidentschaftswahl gewonnen, im Amt war aber noch sein Vorgänger Barack Obama.

Über seine Kontakte mit Kisljak stürzte Flynn letztendlich auch. Er war nur 24 Tage Trumps Nationaler Sicherheitsberater - kürzer als jeder vor ihm in dem Amt. Er trat am 13. Februar 2017 zurück, nachdem er zugeben musste, Vizepräsident Mike Pence über seine Gespräche mit dem russischen Botschafter angelogen zu haben.

Erst am vergangenen Mittwoch hatte ein Bundesgericht in New York Trumps früheren Anwalt Michael Cohen zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilt. Cohen hatte unter anderem eingeräumt, den Kongress bei dessen Russland-Untersuchungen im Zusammenhang mit einem geplanten Bauprojekt Trumps in Moskau angelogen zu haben. Vor Gericht sagte Cohen, er habe es immer wieder als seine Pflicht empfunden, Trumps „schmutzige Taten zu vertuschen“.


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