Brüssel: Belgrad-Prishtina-Dialog auch künftig auf Präsidentenebene

Prishtina (Pristina)/EU-weit/Belgrad (APA) - Der Normalisierungsdialog zwischen Belgrad und Prishtina soll nach Meinung Brüssels auch künfti...

  • Artikel
  • Diskussion

Prishtina (Pristina)/EU-weit/Belgrad (APA) - Der Normalisierungsdialog zwischen Belgrad und Prishtina soll nach Meinung Brüssels auch künftig auf Präsidentenebene stattfinden. Dies ergibt sich laut Medienberichten in Prishtina aus einem Schreiben der EU an Kosovos Premier Ramush Haradinaj.

Kosovos Parlament hatte am Samstag ein neues Team für weitere Verhandlungen mit Belgrad gebildet, das vom stellvertretenden Ministerpräsidenten Fatmir Limaj geleitet werden soll. Präsident Hashim Thaci soll eines der Teammitglieder sein.

Es sei an der Zeit, zum EU-vermittelten Dialog zurückzukehren und von wesentlicher Bedeutung, dass Haradinaj die Anstrengungen des Präsidenten im Dialog mit ganzer Kraft unterstütze, heißt es laut Internetportal Free Europe in einem Schreiben, das die EU-Außenpolitikbeauftragte Federica Mogherini, EU-Nachbarschaftskommissar Johannes Hahn und die EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström an Kosovos Premier gerichtet hätten.

Sie machten auch darauf aufmerksam, dass einseitige Aktionen und unpassende Äußerungen nur Schaden anrichten und den Fortschritt, der im Dialog erzielt worden sei, verlangsamen könnten.

Haradinaj hatte zuvor am Montag die wiederholte Aufforderung Brüssels zurückgewiesen, die am 21. November eingeführten drastischen Zölle für Waren aus Serbien und Bosnien-Herzegowina abzuschaffen. Er meinte auch, dass im Dialog bisher nur ein „minimaler“ Fortschritt erzielt worden sei.

Serbiens Präsident Aleksandar Vucic hatte sich zur Fortsetzung des Dialogs mit Thaci bereit erklärt, sobald die Zölle wieder abgeschafft seien.


Kommentieren