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New York (APA) - Die Wall Street hat am Dienstag nach einem volatilen Handel mit moderaten Kursgewinnen geschlossen. Der Dow Jones stieg um ...

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New York (APA) - Die Wall Street hat am Dienstag nach einem volatilen Handel mit moderaten Kursgewinnen geschlossen. Der Dow Jones stieg um 82,66 Einheiten oder 0,35 Prozent auf 23.675,64 Zähler.

Der 500 ausgewählte US-Unternehmen fassende S&P-500 Index erhöhte sich um minimale 0,22 Punkte (plus 0,01 Prozent) auf 2.546,16 Zähler. Der Technologieindex Nasdaq Composite Index gewann 30,18 Einheiten oder 0,45 Prozent auf 6.783,91 Zähler. Ihre anfänglich klaren Kursgewinne haben die Indizes jedoch merklich eingedämmt.

Für Unterstützung sorgten zunächst noch unerwartet gut ausgefallene Konjunkturdaten. So hat die Aktivität in der US-Bauwirtschaft im November deutlich zugenommen, sowohl die Baubeginne als auch die Baugenehmigungen verzeichneten deutliche Zuwächse im November.

Im Handelsverlauf machten sich jedoch Unsicherheiten breit, welche die Indizes in der letzten Handelsstunde zwischenzeitlich ins Minus schickten, bevor diese knapp vor Börsenschluss wieder in den grünen Bereich zurückkehrten. So verwiesen Händler zum einen auf die Angst, dass die US-Notenbank Fed doch zu schnell mit ihren Zinserhöhungen voranschreiten und damit die Konjunktur ausbremsen könnte. Für die morgen anstehende Zinssitzung wird die vierte Anhebung des Leitzinses erwartet.

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Zum anderen kamen am Markt Sorgen um einen Stillstand in der US-amerikanischen Verwaltung auf, denn Republikaner und Demokraten konnten bisher keine Einigung auf ein neues Haushaltsgesetz erzielen. Streitpunkt sind die von Präsident Donald Trump verlangten Finanzmittel für den Mauerbau an der Grenze zu Mexiko. Ohne ein neues Haushaltsgesetz bis Freitag um Mitternacht (Ortszeit) kommt es zu einer Stilllegung von rund einem Viertel der Bundesbehörden.

Im Dow Jones zogen Aktien von Boeing mit plus 3,77 Prozent an die Spitze der Kurstafel. Der Flugzeugbauer will seine Aktionäre stärker an der Gewinnentwicklung beteiligen und seine Quartalsdividende um 20 Prozent auf 2,055 Dollar je Anteilsschein anheben. Zudem stockt der Konzern sein Aktienrückkaufprogramm von 18 auf 20 Milliarden US-Dollar auf.

Klare Kursverluste verzeichneten dagegen Ölwerte. Im Zuge der fortschreitenden Talfahrt beim US-Ölpreis WTI fielen Chevron um 2,41 Prozent und ExxonMobil gaben 2,76 Prozent ab. Der Kurs für die US-Ölsorte WTI ist am Dienstagabend bis auf rund 46 Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit Mitte 2017 abgerutscht.

„Der anhaltende Ausverkauf an den weltweiten Aktienmärkten schürt offensichtlich Sorgen vor einer Konjunkturabkühlung im nächsten Jahr, was auch Auswirkungen auf die Ölnachfrage hätte“, kommentierten die Analysten der Commerzbank. Zudem habe Russland seine Rohölproduktion auf ein Rekordniveau angehoben, hieß es zur weiteren Begründung der Abschläge.

Quartalszahlen legte indessen der Softwarekonzern Oracle vor. Dank seiner Cloud-Dienste legte der Überschuss des Konzerns in den drei Monaten bis Ende November um 5 Prozent zum Vorjahr auf 2,3 Mrd. US-Dollar zu. Die Titel zogen um 0,26 Prozent an.

~ ISIN US78378X1072 US6311011026 US2605661048 ~ APA515 2018-12-18/22:30


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