Das bringt 2019 - Wenig Veränderungen im Pflegebereich

Wien (APA) - Für Pflegebedürftige bringt das Jahr 2018 keine wesentlichen Änderungen. Die Höhe des Pflegegeldes bleibt ebenso unverändert wi...

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Wien (APA) - Für Pflegebedürftige bringt das Jahr 2018 keine wesentlichen Änderungen. Die Höhe des Pflegegeldes bleibt ebenso unverändert wie die finanzielle Förderung bei der 24-Stunden-Betreuung im eigenen Zuhause. Bereits seit 2018 gültig ist der Wegfall des Regresses, womit die Länder nicht mehr auf das Vermögen von Pflegebedürftigen zugreifen dürfen, die in stationären Heimen aufgenommen sind.

Die von der Regierung angekündigte Erhöhung des Pflegegeldes ab der Pflegestufe 4 wird erst per 1. Jänner 2020 kommen. Damit bleibt die Höhe der Geldleistung in den einzelnen Pflegestufen unverändert. In Stufe eins erhält man weiterhin 157,30 pro Monat, in Stufe zwei 290 Euro, in Stufe drei 451,80 Euro, in Stufe vier 677,60 Euro, in Stufe fünf 920,30 Euro, in Stufe sechs 1.285,20 Euro und in Stufe sieben 1.688,90 Euro. Die letzte Erhöhung des Pflegegeldes gab es mit 1. Jänner 2016 - und zwar um zwei Prozent.

Unverändert bleibt auch die Förderung der 24-Stunden-Betreuung Pflegebedürftiger. Sie beträgt monatlich bis zu 1.100 Euro bei unselbstständigen Arbeitsverhältnissen oder bis zu 550 Euro bei Werkverträgen von selbstständigen Betreuungskräften.

Eine Änderung, die schon im Jahr 2019 greifen wird, ist die schrittweise Ausrollung des neuen Pflege-“Gütesiegels“ bei der 24-Stunden-Betreuung daheim ab Jahresbeginn. Künftig gilt es laut diesem Qualitätszertifikat bestimmte Kriterien zu erfüllen. Dabei geht es etwa um Aufklärungspflichten, Konfliktmanagement, die Rahmenbedingungen der Betreuung oder die Erreichbarkeit und Ansprecherpersonen. Verpflichtende Qualitätsstandards sind sowohl für das Verhältnis zwischen Vermittler (Agentur) und Personenbetreuer als auch für jenes der Vermittler und der betreuungsbedürftigen Person geplant.

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Als Kriterien geplant sind weiters die Kompetenz der Pfleger, die Aufklärung über die Förderung der 24-Stunden-Betreuung sowie ein ordnungsgemäßer Notfallplan sowohl für die Klienten als auch die Personenbetreuer.

Noch nicht wirksam werden die Ende dieses Jahres seitens der Regierung angekündigten größeren Reformvorhaben im Pflegebereich. Denn erst Ende 2019 soll dafür ein fertiges Konzept vorliegen. Geklärt werden soll bis dahin unter anderem die langfristige Finanzierung der Pflege. Damit bleibt es 2019 auch bei den je nach Bundesland unterschiedlichen Standards bei den Pflege-Diensten, eine Harmonisierung soll ebenfalls dann mit dem geplanten großen Reformwurf kommen.

Eine Veränderung gibt es 2019 für Behinderte: Diese Gruppe wird beim Arbeitsmarktservice (S) als eigene Zielgruppe definiert und soll somit stärker in den Arbeitsmarkt integriert werden.


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