Tierpark Buchenberg in Waidhofen an der Ybbs: Lösung verzögert sich

Waidhofen a.d. Ybbs (APA) - Die Zukunft des Tierparks Buchenberg in Waidhofen an der Ybbs bleibt nach dem Subventions-Stopp durch die Gemein...

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Waidhofen a.d. Ybbs (APA) - Die Zukunft des Tierparks Buchenberg in Waidhofen an der Ybbs bleibt nach dem Subventions-Stopp durch die Gemeinde weiterhin ungewiss. Es gebe trotz intensiver Verhandlungen und Gespräche mit Betreiber Andreas Plachy noch keine Lösung, berichtete die Stadt Waidhofen in einer Aussendung. Bürgermeister Werner Krammer (ÖVP) erhofft sich eine Einigung bis zur Gemeinderatssitzung Ende Jänner.

Am Montag beschloss der Gemeinderat laut Aussendung „den mittlerweile in den Dienststand der Stadt zurückberufenen Ing. Plachy und einen städtischen Forstarbeiter bis Ende Jänner zur Betreuung des Tierparks zur Verfügung zu stellen“. Tierpark-Betreiber Plachy und ein Arbeiter werden also für ihre Tätigkeit im Natur- und Abenteuerpark Buchenberg von der Gemeinde bezahlt. „Wir haben immer gesagt, dass wir die Tiere nicht im Stich lassen werden. Die beiden Personalüberlassungen sind der Beitrag der Stadt, um die Tiere weiterhin versorgen zu können“, wird Bürgermeister Krammer zitiert.

Um den Tieren ein sicheres Überwintern zu ermöglichen, hatte Plachy bereits im November eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. Aktuell sei die Versorgung für 130 der rund 300 Tiere gesichert, bestätigte der Betreiber auf APA-Anfrage einen Bericht des ORF Niederösterreich. „Viele Menschen in ganz Österreich spenden und zeigen sich hilfsbereit“, sagte Plachy, der bekräftigt, dass er nicht vorhabe, „den Tierpark aufzugeben“. Überlegt werde bereits, notfalls ohne Gemeinde-Unterstützung weiterzumachen. Damit, dass es Ende Jänner eine Einigung geben wird, rechnet Plachy nicht: „Ich weiß nicht, wie diese Lösung aussehen könnte.“

Die Gemeinde Waidhofen an der Ybbs hatte Anfang November erklärt, den Tierpark künftig nicht mehr subventionieren und auch keine Haftungen mehr übernehmen zu wollen. Die Vorfälle um zwei im Juli entlaufene Luchse hätten das Fass zum Überlaufen gebracht. Der gefällte Beschluss wurde am 5. Dezember vollzogen, seit November laufen zwischen der Gemeinde und Betreiber Plachy Verhandlungen über eine einvernehmliche Zukunftslösung.

Zwei Luchse waren am 28. Juli in dem Tierpark entlaufen, beide wurden erst im Oktober eingefangen. Ein Angriff auf einen angeleinten Hund im August hatte zu einer Empfehlung des Magistrats geführt, das Areal zu meiden. Weiters wurde über einen Abschuss als Notlösung diskutiert.


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