Doppelsieg für Stuhec in Gröden, Schmidhofer starke Zweite

Ilka Stuhec krönte sich zur Ski-Königin von Gröden: Die Slowenin gewann am Mittwoch auch den Super-G, setzte sich hauchdünn vor Nicole Schmidhofer und Tina Weirather durch.

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Ilka Stuhec fand auch im Super-G den schnellsten Weg ins Ziel.
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St. Christina/Gröden - Doppelschlag von Ilka Stuhec: Nach der Abfahrt sicherte sich die Slowenin bei der Damen-Premiere in Gröden am Mittwoch auch den Sieg im Super-G. Die 28-Jährige gewann hauchdünn vor der ÖSV-Läuferin Nicole Schmidhofer und der Liechtensteinerin Tina Weirather (+ 0,05 Sekunden), die ex aequo Platz zwei belegten. Eine Hundertstel dahinter landete die Schweizerin Jasmine Flury auf dem undankbaren vierten Rang.

In Abwesenheit der zweifachen Super-G-Saisonsiegerin Mikaela Shiffrin (Pause) und US-Speed-Queen Lindsey Vonn (Verletzung) legte Stuhec den Grundstein für ihren neunten Weltcupsieg am Start. Dort nahm sie der Konkurrenz auf den ersten, flachen Metern ordentlich Zeit ab. Selbst ein Schnitzer in der Ciaslat-Passage konnte Stuhec auf dem Weg zu ihrem zweiten Triumph innerhalb von 24 Stunden nicht stoppen. "Ich habe meinen Job erledigt. Es waren ein paar Fehler dabei, aber ich bin natürlich zufrieden mit dem Ergebnis. Der Sieg gestern hat heute sicher geholfen", verriet Stuhec im Ziel-Interview.

Blaue Zehe als Handicap

"Tina (Anm. Weirather) ist in einer sehr guten Super-G-Form - deshalb habe ich gewusst, dass ich auch gut unterwegs gewesen bin, als sie zeitgleich ins Ziel gekommen ist", sagte Schmidhofer. Im 59. Weltcup-Super-G ihrer Karriere fehlten ihr 0,05 Sekunden auf den ersten Sieg, quasi ein Wimpernschlag. Die Steirerin war gehandicapt ins Rennen gegangen, eine blaue Zehe als Andenken an die Abfahrt vom Vortag machte sich trotz Schmerztabletten bemerkbar. "Aber je näher es zum Rennen hingegangen ist, desto besser ist es geworden. Ich bin mit meiner Fahrt sehr zufrieden", zog die 29-Jährige Bilanz. "Super, dass es nicht nur in der Abfahrt (Anm. 2 Saisonsiege) sondern auch im Super-G klappt."

Von den restlichen ÖSV-Läuferinnen überzeugten die Tirolerin Stephanie Venier (8.) an ihrem 25. Geburtstag, Ramona Siebenhofer (9.) und Christina Ager (10.) mit Top-Ten-Platzierungen auf.

Für die Damen geht es vor der Weihnachtspause mit einem Riesentorlauf (Freitag) und einem Slalom (Samstag) in Courchevel weiter. Dann greift auch Shiffrin wieder ins Geschehen ein. Die Saison-Dominatorin führt den Gesamtweltcup mit 330 Punkten Vorsprung auf Schmidhofer an. (TT.com)


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