Leitbörsen in Fernost schließen uneinheitlich

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Asien und Australien haben am Mittwoch vor der Zinsentscheidung in den USA uneinheitlich geschlossen. Kursve...

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Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Asien und Australien haben am Mittwoch vor der Zinsentscheidung in den USA uneinheitlich geschlossen. Kursverluste setzte es in Tokio, Sydney und Shanghai.

Der japanische Leitindex Nikkei-225 fiel um 0,48 Prozent auf 21.017,84 Punkte. Der All Ordinaries in Sydney verlor 0,21 Prozent auf 5.650,00 Einheiten. Der Shanghai Composite gab um 1,05 Prozent auf 2.549,56 Punkte nach.

Dagegen verzeichneten die Märkte in Hongkong und Mumbai leichte Kursgewinne. Der Hang Seng gewann 0,20 Prozent auf 25.865,39 Einheiten. Der indische Aktienindex stieg um 0,38 Prozent auf 36.484,33 Zähler.

Am Markt ist man fest auf die vierte Zinserhöhung in diesem Jahr eingestellt. Die Anleger hoffen darüber hinaus aber auf Hinweise zum Kurs der US-Geldpolitik im kommenden Jahr. Zuletzt hatte Notenbank-Chef Jerome Powell angedeutet, dass der aktuelle Zinserhöhungszyklus 2019 zu einem Ende kommen könnte.

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In Japan belasteten schwache Exportdaten. Die Ausfuhren sind im November gegenüber dem Vorjahresmonat um lediglich 0,1 Prozent gestiegen. Volkswirte hatten nach einem deutlichen Plus im Vormonat zwar mit einem langsameren Wachstum gerechnet. Die Abschwächung fiel aber überraschend stark aus, von Bloomberg befragte Experten hatten mit einem Export-Anstieg um 1,2 Prozent gerechnet. Im Oktober waren die Exporte noch um 8,2 Prozent gestiegen.

Auf Unternehmensseite rückte in Tokio der Börsengang der Mobilfunktochter der Technologiekonzerns SoftBank Group in den Mittelpunkt. Dieser fiel jedoch enttäuschend aus. Die Papiere der SoftBank Corp notierten zum Börsenschluss mit 1.282 Yen und damit um mehr als 14 Prozent unterhalb des Ausgabepreises von 1.500 Yen. Die Aktien des Mutterkonzerns SoftBank Group gaben um 0,91 Prozent nach.

Im Branchenvergleich zeigten sich Ölaktien nach der jüngsten Abwärtsbewegung besonders schwach. In Tokio rutschten die Papiere von Inpex als größte Verlierer im Nikkei-225 um 7,20 Prozent ab und die Titel von Showa Shell Sekiyu gaben um ebenfalls deutliche 2,99 Prozent nach. In Hongkong fielen die Aktien von Sinopec am unteren Ende des Hang Seng um 4,69 Prozent. Die Anteilsscheine von Petrochina büßten ebenfalls deutliche 2,89 Prozent ein.

Auch in Sydney setzte es spürbare Abschläge für Branchenwerte. Die Papiere von Woodside Petroleum verloren 1,82 Prozent und die Titel von Santos notierten um 3,69 Prozent tiefer.


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