Parkgebühr stützt das Lienzer Budget

Lienz beschließt für 2019 einen Haushalt von 44,19 Millionen Euro. Bei den eigenen Steuern ist die Parkgebühr die zweitgrößte Einnahme. Der Hochstein war wieder Thema.

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Von Catharina Oblasser

Lienz –Im Jahr 2019 wird die Stadtgemeinde Lienz mit einem Budget von 44,196 Millionen Euro wirtschaften. So sieht es der Voranschlag vor, der vom Gemeinderat einstimmig angenommen wurd­e. Einige Details: Der Verschuldungsgrad wird laut vorläufiger Berechnung bei 63,18 Prozent liegen, das bedeutet „starke Verschuldung“, allerdings im unteren Bereich des Spektrums. Würde man die Schulden der Stadt auf jeden Bewohner umlegen, so käme ein Betrag von 1175,62 Euro pro Kopf heraus.

Auf der Einnahmenseite kann Lienz auf fast zehn Millionen Euro an eigenen Steuer­n zugreifen, von der Hunde- bis zur Vergnügungssteuer. Interessant dabei: Der wichtigste Posten bei diesen Einnahmen ist die Kommunalsteue­r mit 6,5 Millionen Euro. Doch schon an zweiter Stelle kommt die Kurzparkzonen-Abgabe. Sie ist kürzlich um 50 Prozent erhöht worden, wird für 2019 mit 1,15 Millionen Euro veranschlagt und bringt der Stadtkasse damit einen nicht unerheblichen Beitrag.

Wofür die Stadt nächstes Jahr Geld ausgibt: unter anderem für Straßenprojekt­e (Glockner-Kreisverkehr, Schweizergasse), für die Neuplanung der Nordschule, die Projektierung eines neuen Eisstadions, für eine Feuerwehr-Drehleiter oder für das Depot von Schloss Bruck.

150.000 Euro bekommt die Lienzer Bergbahnen AG, die zu rund 40 Prozent der Stadt gehört. Darüber gab es trotz des einstimmigen Ja längere Debatten. „Es ist ein Zuschuss, um einen positiven Cashflow zu erreichen“, so die Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik. Schon seit über einem Jahr weiß man, dass der defizitäre Winterbetrieb am Hochstein die Bergbahnen AG immer mehr in finanzielle Bedrängnis bringt. „Der Wirtschaftsprüfer hat schon damals nur zwei Möglichkeiten aufgezeigt“, erläutert Blanik. „Entweder wir sperren den Hochstein im Winter oder wir schießen Geld zu.“

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Hintergrund ist die neue Arbeitsgruppe, die sich mit den Chancen und Möglichkeiten am „Hausberg“ der Lienze­r beschäftigt. Die Gruppe solle zumindest bis nächstes Jahr Zeit haben, Ideen zu präsentieren. „Geben wir dem Wandlungsprozess am Hochstein eine Chance“, sagt Blanik. „Wenn wir dann doch im Winter zusperren müssen, können wir das nächstes Jahr immer noch tun.“


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