Madagaskar: Kampf der Ex-Präsidenten um das höchste Staatsamt

Antananarivo (APA/dpa) - Bei der Stichwahl um das Präsidentenamt in Madagaskar sind zwei frühere Staatschefs gegeneinander angetreten: Die K...

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Antananarivo (APA/dpa) - Bei der Stichwahl um das Präsidentenamt in Madagaskar sind zwei frühere Staatschefs gegeneinander angetreten: Die Kandidaten Andry Rajoelina und Marc Ravalomanana haben den Wählern des Inselstaates vor der Südostküste Afrikas versprochen, die Armut zu bekämpfen und die Korruption einzudämmen.

Bei der Stimmabgabe am Mittwoch zeigten sich beide siegessicher und erklärten, sie würden das Wahlergebnis in jedem Fall akzeptieren. Nach der ersten Wahlrunde im November hatte Rajoelina knapp vorn gelegen. Belastbare Ergebnisse wurden nicht vor Neujahr erwartet.

Die Amtszeit Ravalomananas von 2002 bis 2009 war von schweren Korruptionsvorwürfen überschattet. Als es zu Massenprotesten gegen ihn kam, organisierte der damalige Bürgermeister der Hauptstadt Antananarivo, Rajoelina, mit Hilfe des Militärs den Sturz des Präsidenten und folgte ihm an der Staatsspitze nach. Die internationale Gemeinschaft schnitt Madagaskar wegen des Putsches von Hilfsgeldern ab. Bei der Wahl 2013 durften Ravalomanana und Rajoelina auf internationalen Druck hin nicht mehr antreten.

Wahlberechtigt waren rund 10 Millionen Menschen. Zwei Drittel der rund 25 Millionen Einwohner Madagaskars leben der Weltbank zufolge in Armut. Madagaskar ist mit einer Fläche von knapp 600.000 Quadratkilometern fast doppelt so groß wie Deutschland. Eines der wichtigsten Exportprodukte ist die Vanille - rund 80 Produzent der Weltproduktion stammen aus dem Inselstaat.

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