Bauhof dominiert den Absamer Haushalt

Im Frühjahr wird der Neubau des Bauhofs am alten Standort angegangen – die VP-Listen sind weiter dagegen.

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Absam –Mit den Stimmen von SPÖ und Parteiunabhängigen sowie FPÖ und Grünen und gegen jene der beiden VP-Listen „Wir Absamer“ und „ZukA – Zukunft Absam“, am Ende also mit 12:7, hat der Absamer Gemeinderat den Haushaltsplan für 2019 beschlossen. Das Gesamtbudget umfasst 21,776 Mio. Euro, wobei im außerordentlichen Haushalt (2,116 Mio. Euro) diesmal nur ein Posten aufscheint – nämlich das Großprojekt „Bauhof neu“: „Der Gebäudebestand geht auf die Jahre 1951/52 zurück und ist dringend erneuerungsbedürftig, auch vom Arbeitnehmerschutz her“, betont BM Arno Guggenbichler (SPÖ). Baubeginn ist im Frühjahr, bis Frühsommer 2020 soll das neue Gebäude fertig sein. Die angepeilten Kosten von 3 Mio. Euro netto für Planung und Errichtung werde man aufgrund der Baukonjunktur „nicht ganz halten können“, gesteht Guggenbichler ein, „der Marktpreis liegt einfach höher als in den damaligen Schätzungen“. Er geht davon aus, dass man am Ende 7 bis 10 Prozent über Plan liegen werde. Für das Vorhaben fließen insgesamt 500.000 Euro an Bedarfszuweisungen.

Der Bauhof war für die VP-Listen ein Hauptgrund, gegen das Budget zu stimmen. „Wir sind nach wie vor der Meinung, dass die Umsetzung eines zukunftsweisenden Projekts an einem neue­n Standort, außerhalb des Wohngebiets, besser gewesen wäre“, erklärt Vize-BM Arno Pauli (Wir Absamer). Zudem hätte man sich, wie schon in den vergangenen Jahren, mehr Mittel für den Bereich Straßenbau gewünscht.

„Ich verstehe die Forderung, aber ich kann nicht Darlehen aufnehmen, um überall neue Asphaltdecken aufzubringen“, erklärt Guggenbichler. „2019 wird es eine Videobefahrung geben, um den Zustand des Straßennetzes zu erheben“, kündigt er an. Insgesamt seien für Straßenbau und Verkehr – inklusive der Maßnahmen zur Umsetzung des regionalen Radwegekonzepts (die TT berichtete) – 453.000 Euro budgetiert. „Um die Sicherheit für Radfahrer im Mischverkehr zu erhöhen und eine allgemeine Verkehrsberuhigung zu erreichen“, sei außerdem geplant, auf ca. einem Kilometer der Dorfstraße, vom westlichen Ortsende bis zur Einmündung Riccabonastraße, Tempo 30 zu verordnen.

Der Mittelfristige Finanzplan wurde übrigens – ebenso wie Abgaben und Gebühren sowie der Dienstposten- und Stellenplan – einstimmig beschlossen. (md)


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