Europas Leitbörsen im Verlauf weiter mit Gewinnen

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen haben am Mittwoch im Tagesverlauf ihre Kursgewinne aus dem Frühhandel etwas ausgebaut....

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Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen haben am Mittwoch im Tagesverlauf ihre Kursgewinne aus dem Frühhandel etwas ausgebaut. Vor der am Abend anstehenden Zinsentscheidung in den USA tendierten die wichtigsten Aktienmärkte in Europa einheitlich im Plus. Analysten rechnen mit der vierten Zinsanhebung in diesem Jahr.

Der Euro-Stoxx-50 stieg gegen 14.20 Uhr um 0,64 Prozent höher bei 3.059,57 Punkten. Der deutsche Leitindex DAX gewann 0,69 Prozent auf 10.814,76 Einheiten. Der britische FTSE-100 legte 1,01 Prozent auf 6.769,37 Stellen.

Am Markt erwartet man sich von der Zinsentscheidung vor allem Hinweise der Notenbanker für das kommende Jahr. Der US-Leitzins nähert sich mittlerweile dem Niveau, das die Notenbank Fed als wachstumsneutral ansieht. Viele Experten erwarten daher, dass die Fed ihren Straffungskurs im Laufe des kommenden Jahres beenden dürfte. Ob und wann es soweit sein wird, ist aber unklar. Fed-Chef Jerome Powell könnte in seiner Pressekonferenz nach der Zinsentscheidung Antworten darauf liefern.

Im FTSE-100 zogen die Titel von GlaxoSmithKline als stärkster Wert um 6,17 Prozent an. Der Pharmakonzern schmiedet mit dem US-Konkurrenten Pfizer ein milliardenschweres Bündnis bei rezeptfreien Gesundheitsprodukten. Pfizer wird seine entsprechende Sparte in das bestehende Geschäft von Glaxo in dem Bereich einbringen. Zusammen stehen die beiden Sparten für einen Umsatz von rund 12,7 Mrd. Dollar im vergangenen Jahr.

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Im Euro-Stoxx-50 setzten sich die Aktien von Intesa Sanpaolo mit einem Plus von 3,55 Prozent an die Indexspitze. Im Haushaltsstreit zwischen Brüssel und Rom gibt es nach Angaben der italienischen Regierung eine „informelle Einigung“ mit der EU-Kommission.

Dagegen rutschten die Titel der Deutschen Post mit einem Minus von 4,39 Prozent ans Indexende. Sorgen um die bisher noch zuverlässig laufende Gewinnmaschine DHL Express haben die Aktien belastet. Ausgelöst wurde der Kursrutsch durch eine gekürzte Jahresprognose des US-Wettbewerbers FedEx.

Europaweit schwach zeigten sich dagegen Werte aus oder mit Bezug zur Chipbranche. Am Vorabend hatte das US-Unternehmen Micron mit seinem Umsatzausblick die Anleger enttäuscht. In Frankfurt gaben nun Infineon um 0,88 Prozent nach, in Amsterdam büßten ASML 2,28 Prozent ein und in Mailand verloren die Titel des ebenfalls niederländischen Unternehmens Sicroelectronics 1,28 Prozent.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA359 2018-12-19/14:24


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