EU-Kommission: Osteuropäer müssen mehr gegen irreguläre Migration tun

Brüssel (APA/dpa) - Um visumfreies Reisen in die EU auch künftig gewährleisten zu können, fordert die EU-Kommission von acht südost- und ost...

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Brüssel (APA/dpa) - Um visumfreies Reisen in die EU auch künftig gewährleisten zu können, fordert die EU-Kommission von acht südost- und osteuropäischen Ländern mehr Anstrengung im Kampf gegen organisierte Kriminalität und unerwünschte Migration.

Mazedonien, Serbien, die Ukraine und fünf weitere Länder hätten ihre Zusagen bisher zwar erfüllt, müssten aber mehr gegen irreguläre Migration tun, sagte EU-Migrationskommissar Dimitris Avramopoulos am Mittwoch in Brüssel.

Die Zahl von Migranten, die aus der Ukraine, aus Serbien sowie aus Bosnien-Herzegowina in die EU kämen, sei nach wie vor hoch. Viele Menschen aus Georgien und der Republik Moldau stellen der EU-Kommission zufolge unbegründete Asylanträge. Zudem betrieben Gruppen aus allen acht Ländern Menschen- und Drogenhandel, Geldwäsche oder Cyber-Kriminalität in der EU. Die Ukraine und die Republik Moldau müssten außerdem den Kampf gegen Korruption verstärken.

Der Kommissionsbericht vom Mittwoch bezieht sich auf die Westbalkan-Staaten Albanien, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Montenegro und Serbien sowie auf Georgien, die Republik Moldau und die Ukraine. Diese Länder hatten sich seit 2009 nach und nach mit der EU darauf verständigt, dass ihre Bürger ohne Visum in die Staatengemeinschaft einreisen dürfen. Im Gegenzug verpflichteten sie sich zu zahlreiche Reformauflagen. Zuletzt erreichte die Ukraine die Reiseerleichterungen im Juli 2017.


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