Eurofighter-U-Ausschuss: ORF-Sekretärin bestritt Verfassen von Mail

Wien (APA) - Am Mittwochnachmittag stand im Eurofighter-Untersuchungsausschuss eine vorgeblich aus dem ORF stammende E-Mail an EADS in Zusam...

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Wien (APA) - Am Mittwochnachmittag stand im Eurofighter-Untersuchungsausschuss eine vorgeblich aus dem ORF stammende E-Mail an EADS in Zusammenhang mit einer Einladung zur Internationalen Luftfahrtausstellung in Berlin im Zentrum. Geladen war hierzu eine Sekretärin, der Erkenntnisgewinn war aber dürftig. Sie erklärte den Abgeordneten, dass sie die angeblich von ihrem Account stammende Mail nicht verfasst habe.

Der Mailverkehr mit EADS betreffend einer Einladung zur ILA wurde bereits in der Befragung von Walter Seledec, früherer Chefredakteur in der Generalintendanz und FPÖ-Bezirksrat, Ende November im U-Ausschuss thematisiert. Die Sekretärin gab am Mittwoch an, im Frühjahr 2017 vom Nachrichtenmagazin „profil“ mit den Schreiben konfrontiert worden zu sein. Sie erklärte auch, dass der ORF die Causa untersucht, die betreffende Mail aber nicht gefunden habe. Zu Kontaktaufnahmen vor der heutigen Befragung gab die Sekretärin an, dass Seledec sie am Tag seiner eigenen Befragung Ende November sowie am Tag danach vier Mal zu erreichen versucht habe - sie habe darauf aber nicht reagiert.

Sie selbst habe die Mail nicht verfasst, bzw. könne sich nicht daran erinnern, erklärte die Auskunftsperson. Grundsätzlich würde sie auch E-Mails nach Diktat verfassen. Sie selbst zeichne ihre E-Mails mit einer Signatur, beim betreffenden Mail fehle eine Signatur aber, und das sei unüblich.

Auf die Frage, wer im Fall von Dienstreisen die Kosten übernommen hat, gab die Sekretärin an, dass dies entweder auf Einladung erfolgte oder vom Rundfunk bezahlt wurde. Compliance-Regeln habe es 2002 noch nicht gegeben.


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