63. Sieg! Hirscher fuhr im Saalbach-Slalom zum Rekord

Marcel Hirscher eroberte beim Slalom in Saalbach-Hinterglemm seinen 63. Weltcupsieg. Loic Meillard (SUI) und Henrik Kristoffersen (NOR) komplettierten das Podest.

  • Artikel
  • Diskussion
Loic Meillard (SUI) und Henrik Kristoffersen (NOR) nahmen Marcel Hirscher in die Mitte.
© gepa

Saalbach-Hinterglemm - Mit seinem Slalom-Triumph in Saalbach-Hinterglemm schrieb Marcel Hirscher am Donnerstag ein weiteres Stück rot-weiß-rote Ski-Geschichte. Mit nun 63 Weltcupsiegen zog der 29-jährige Salzburger an Annemarie Moser-Pröll (62) vorbei und ist nun alleiniger Rekordhalter im ÖSV.

Hinter Hirscher belegten der Schweizer Loic Meillard (+ 0,38 Sekunden) und der norwegische Dauer-Rivale Henrik Kristoffersen (+ 0,47 Sekunden) die weiteren Podestplätze. Die Tiroler Manuel Feller und Michael Matt belegten die Ränge vier und fünf.

Piste am Rande der Fahrbarkeit

"Die Bedingungen im Zielhang waren am Limit. Es war richtig schwierig zu fahren", gab Hirscher zu Protokoll. "Es hat jeder alles versucht, um perfekte Bedingungen zu schaffen. Das ist in einigen Passagen besser geglückt als in anderen", sprach der ÖSV-Superstar die brüchige Piste an. "Im Schlusshang habe ich versucht, den Vorsprung ins Ziel zu bringen. Das war am Rande der Fahrbarkeit." Für Kristoffersen war es gar die schlechteste Piste, "auf der ich in meiner Weltcup-Karriere gefahren bin."

Hirschers Vorgängerin Moser-Pröll traut dem neuen alleinigen Rekordhalter sogar die Bestmarke von Ingemar Stenmark zu (86 Weltcupsiege). Darüber konnte Hirscher nur schmunzeln: "Auf mich warten in den nächsten Jahren andere Aufgaben als Rekordjagden. Die Wertschätzung freut mich aber." Dass er erstmals ein Weltcup-Rennen auf Salzburger Boden gewinnen konnte, bedeutete dem Annaberger viel: "Ich bin hier als Kleiner schon Landescup-Rennen gefahren. So schließt sich der Kreis." Im Gesamtweltcup baute Hirscher seinen Vorsprung auf Kristoffersen auf 268 Punkte aus.

Feller verbesserte sich in der Entscheidung noch von Rang 17 auf den vierten Platz: "Der zweite Durchgang war definitiv in Ordnung. Ich habe in der Pause die Ski und die Schuhe gewechselt. Mit den Bedingungen im ersten Lauf bin ich nicht zurecht gekommen, da muss ich in den Weihnachtsfeiertagen noch arbeiten." Sein Tiroler Teamkollege Matt hatte hingegen den Rückfall von Halbzeit-Rang zwei auf fünf zu verdauen: "Die Piste ist gebrochen. Ich bin froh, dass ich noch Fünfter geworden bin." Angesichts von anhaltenden Rückenproblemen sei sogar der Start ins Rennen gefährdet gewesen. Mit Marco Schwarz fuhr noch ein weiterer ÖSV-Läufer als Neunter in die Top Ten.

Nach einem Tag Pause geht es für die Ski-Herren bereits am Samstag in Madonna di Campiglio weiter, wo der nächste Slalom (Start 15.45 Uhr/live TT.com-Ticker) auf dem Programm steht. (TT.com)


Kommentieren


Schlagworte