Kufstein streicht Vorsilvester-Feuerwerk

Am 30. Dezember bleibt heuer der Himmel über der Festungsstadt Kufstein dunkel und ruhig. Kurz war noch eine Lasershow im Gespräch, aber auch die wird es nicht geben.

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Im Dorfzentrum von Oberau steigt auch heuer das Klangfeuerwerk am 1. Jänner.
© Wildschönau Tourismus

Kufstein, Kirchbichl, Wildschönau –Kein zusätzlicher Feinstaub, kein Lärm und keine panischen Tiere – am 30. Dezember bleibt heuer der Himmel über der Festungsstadt dunkel und ruhig. Der Stadtrat hat sich bereits Ende September dazu entschieden, das fast schon traditionelle Festungsfeuerwerk am Tag vor dem eigentlichen Jahreswechsel nicht mehr zu veranstalten. Kurz war noch eine Lasershow im Gespräch, aber auch die wird es nicht geben, wie Bürgermeister Martin Krumschnabel gegenüber der TT bestätigt. Man habe damit „ein Zeichen für noch mehr Umweltfreundlichkeit in der Stadt Kufstein gesetzt“, wie auf der Homepage der Stadt nachzulesen ist. Entsprechend heißt es weiter: „Einen guten und staubfreien Rutsch.“

Was in Kufstein nun Geschichte ist, wird in Kirchbichl weiterhin zelebriert: Ein großes Fest am 30. Dezember im Parkhaus der Gemeinde am Vorsilvestertag. Beginn ist um 19 Uhr, geplantes Ende 24 Uhr. Die Fortführung des feurig rauchigen Höhepunktes der Party um 22 Uhr, also ein großes „10 Minuten dauerndes Feuerwerk“, wie BM Herbert Rieder erklärt, sei nie in Frage gestellt worden. Man sei dafür während des Jahres äußerst restriktiv, was Feuerwerke zu Geburtstagen und bei Hochzeiten anbelange. „Die genehmigen wir schon lange nicht mehr“, betont BM Rieder.

Auch am Neujahrstag knallt es im Bezirk. Wobei das Knallen mit Musik übertönt werden soll. In Wildschönau wird bereits lange der erste Tag des neuen Jahres mit einem großen Klangfeuerwerk in Oberau begrüßt. Die Veranstaltung beginnt am 1. Jänner um 21 Uhr, das Feuerwerk steigt um 21.30 Uhr in den Nachthimmel. Das Spektakel angesichts Feinstaub- und Tierschutzdebatte abzusagen, sei im Hochtal kein Thema, wie BM Hannes Eder und TVB-Obmann Michael Unger sagen. „Wir laden die Leute dazu ein, auf ihre privaten Feuerwerke zu verzichten und mit uns zu feiern“, so Unger. (wo)


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