Keine UVP für Pitztaler Gletscherbahnen

Das Feststellungsverfahren verlief positiv für die Pitztaler. Der Umweltanwalt beeinsprucht nicht, aber der Skiweg bleibt zu.

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An diesem Skiweg vom Brunnenkogel weg wurde auf 350 Metern ohne behördliche Genehmigung gearbeitet, was die Sperre verursachte.
© Thomas Boehm / TT

St. Leonhard, Innsbruck –Am Mittwochabend sickerte es durch, Donnerstagvormittag kam die mehrfache Bestätigung: Das Feststellungsverfahren ergab, dass es keine (nachträgliche) Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für die nicht genehmigten Arbeiten der Pitztaler Gletscherbahnen am Skiweg Brunnenkogel brauche. Doch auch wenn Landesumweltanwalt (LUA) Johannes Kostenzer diesen Bescheid nicht beeinspruchen wird, bleibt der Skiweg weiterhin behördlich gesperrt. Nämlich bis ein rechtsgültiger naturschutzrechtlicher Bescheid vorliegt.

„Erleichterung“ herrscht nun im Pitztal – vor allem auch seitens der Touristiker. Die hatten in den vergangenen Monaten (Oktober bis Dezember ist die wichtigste Zeit wegen des Gletscherskilaufes in der Vorsaison) arge Einbußen hinnehmen müssen. Nun hofft man auf ein rasches naturschutzrechtliches Verfahren.

„Wir werden keine Beschwerde gegen das Feststellungsverfahren erheben“, so LUA Kostenzer. Die Ausschöpfung des Rechtsrahmens sei weniger wichtig, weil es hier um „die Sanierung eines illegal hergestellten Zustandes“ geht. Ihm sei bewusst, dass die Situation für die Pitztaler „drastische Auswirkungen“ habe, „aber der Grund war die Vorgangsweise der Pitztaler Gletscherbahnen“. Er erwarte sich nun im Verfahren Ausgleichsmaßnahmen für 1000 m² im Natura-2000-Gebiet, die beansprucht wurden.

Bezirkshauptmann Raimund Waldner wartet jetzt auf die Unterlagen für das Naturschutz-Verfahren. „Die Dringlichkeit ist uns bewusst“, sagt er. Zeithorizont könne er aber keinen geben. (pascal)


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