Emotionale Botschaft aus dem All: „Muss mich bei euch entschuldigen“

Am Donnerstag landete der Astronaut Alexander Gerst wieder auf der Erde. Seine letzte Videobotschaft von der ISS ging an seine zukünftigen Enkel: „Im Moment sieht es so aus, als ob wir, meine Generation, euch den Planeten nicht gerade im besten Zustand hinterlassen werden.“

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Gute gelandet: Nach fast 200 Tagen im All sind Alexander Gerst (Bild) und seine beiden ISS-Kollegen zurück auf der Erde.
© AFP/NASA

Berlin – Die letzte Video-Botschaft von Alexander Gerst vor seiner Rückkehr zur Erde hat in den sozialen Medien für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Am Mittwoch veröffentlichte der Astronaut eine etwa fünfminütige „Nachricht an meine Enkelkinder“. In deutlichen Worten richtet er sich darin an künftige Generationen und beschreibt, was die Menschheit ändern muss, damit die Erde ein lebenswerter Planet bleibt.

Er müsse sich für seine Generation entschuldigen, sagt er. „Im Moment sieht es so aus, als ob wir, meine Generation, euch den Planeten nicht gerade im besten Zustand hinterlassen werden.“ Die Menschheit sei gerade dabei, das Klima zu kippen, Wälder zu roden, Meere zu verschmutzen und die limitierten Ressourcen viel zu schnell zu verbrauchen. Die Erde sei ein „zerbrechliches Raumschiff“ und er hoffe, dass „wir noch die Kurve kriegen.“

Die emotionale Botschaft hatte er Ende November an Bord der Internationalen Raumstation aufgenommen. Kein anderes Video wurde am Mittwoch in Deutschland häufiger auf Facebook geteilt. Am Donnerstagmorgen ist Gerst mit zwei Kollegen wieder auf der Erde gelandet. (dpa)

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