Ein Jahr nach Zugsunfall in Klosterneuburg: Zwischenbericht liegt vor

Klosterneuburg (APA) - Rund ein Jahr nach einem Zugsunglück bei Klosterneuburg mit 21 teils schwer Verletzten liegt ein Zwischenbericht der ...

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Klosterneuburg (APA) - Rund ein Jahr nach einem Zugsunglück bei Klosterneuburg mit 21 teils schwer Verletzten liegt ein Zwischenbericht der Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes vor. Demnach dürfte sich eine der beiden Garnituren kurz vor dem Unfall in Bewegung gesetzt haben, obwohl ein Schutzsignal ein Fahrverbot angezeigt hatte. Die Unglücksursache ist noch nicht geklärt, wie auch der ORF NÖ berichtete.

Nachdem sich der Zug am 22. Dezember 2017 im Bahnhofsbereich in der Katastralgemeinde Kritzendorf in Bewegung gesetzt hatte, leitete der Triebfahrzeugführer eine Schnellbremsung ein. Die Garnitur blieb so stehen, dass ein Teil auf die Strecke ragte, auf der der andere Zug von Krems nach Wien Franz-Josefs-Bahnhof fuhr. In der Folge kam es kurz vor 18.00 Uhr zum Zusammenstoß der beiden Personenzüge.

Mehrere Wagen entgleisten, zwei stürzten um. Vier Personen wurden dabei schwer, 17 leicht verletzt. Der Schaden an den Fahrzeugen und der Infrastruktur betrug dem Zwischenbericht zufolge mehr als 10,5 Millionen Euro.

Nach Angaben der Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes warte man auf ein weiteres Gutachten, müsse den Vorfall mit ähnlichen Fällen vergleichen und die Sicherheitseinrichtungen prüfen, berichtete der ORF NÖ. Die Staatsanwaltschaft Korneuburg ermittelt wegen fahrlässiger Gemeingefährdung. Ein Gutachten eines Sachverständigen aus dem Bereich Eisenbahn und Unfallanalyse sei noch ausständig, sagte Sprecherin Doris Demler am Donnerstag zur APA.

Als Maßnahme wurde ein Signal versetzt, um die Züge früher automatisch zu bremsen. Neue Schutzmechanismen würden dem ORF-Bericht zufolge nachgerüstet, eine Warn-App für Lokführer wird laut ÖBB getestet.


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